26 hältnismäßig kleinen Raum der Schweiz die Wärme sehr Einfluß der verschieden, vor allem wegen der großen Höhenunter schiede: Je höher, desto kälter. Die Lust wird nicht direkt durch die Sonnenstrahlen, sondern vom Boden her erwärmt. In der Nähe dieser Heizfläche ist sie am wärmsten; mit zunehmender Höhe wird sie kühler, durch schnittlich um 0,5" aus je 100 m. Rauh und unwirtlich sind schon die Kämme und hochgelegenen Täler des Jura. La Brevine im Neuen burger Jura und die Dörfer des Jouxtales zählen zu den kältesten im Winter bewohnten Orten der Schweiz. In den Alpen führt ein Aufstieg der Reihe nach durch immer kühlere Höhengürtel bis zu jener Höhe, wo bei der geringen Wärme auch im Sommer der Schnee nicht mehr weicht. Vom Alpenfuß bis zum ewigen Schnee der Hochgebirgsgipsel beobachtet man eine ähnliche Ab stufung des Klimas und des Pflanzenkleides wie auf einer Wanderung gegen den Pol. Die niedrig gelegenen Landesteile haben gegenüber dem Gebirge den Vorteil höherer Temperaturen, die erst den lohnenden Anbau der Kulturpflanzen ermöglichen und im Verein mit an deren Vorzügen dem Tiefland eine ansehnliche Volks dichte sichern. Solche Gebiete sind das südliche Tessin, das Mittelland, dessen tiefste Lagen am Genfersee auch die wärmsten sind, und der Nordfuß des Jura bei Basel. Die Uferlandschaft des obern Gensersees und die Tessiner Kurorte Locarno und Lugano verdanken allerdings ihr ungewöhnlich mildes Klima außer der geringen Meeres höhe ebenso sehr dem Schutz vor den Nordwinden und der kräftigen Sonnenstrahlung auf die südwärts fallenden Abhänge'). Den Einfluß der Höhenlage auf die Wärme zeigt folgender Vergleich der Temperaturen: ') Vergl. den Abschnitt über Fremdenverkehr.