27 Meereshöhe Januar Juli Jahr Gotthardpaß 2l00 m — 7,7° 7.9° — 0,6° La Brevine 1077 — 4 13,4 4,5 Zürich 470 — 1,4 18,4 8,5 Genf 405 0,0 19,5 9.5 Basel 277 -0,1 19,1 9,5 Locarno 239 2 21,9 11,8 Das Klima wechselt überdies von Ort zu Ort aus Gründen, die nichts mit der Höhenlage zu schaffen haben. Windgeschützte Halden sind milder als zugige Stellen. Lausanne hat im Jahresmittel 8,9°, Bern 7,8°; das Sanatorium Wald (Zürcher Oberland) ist fast um 1 ° wärmer als der Uetliberg in gleicher Meereshöhe. In allen Tälern bevorzugt der Mensch die Sonnhalde und die sonnigen Terrassen für den Bodenbau und für seine Wohnstätten. Große Seen begünstigen die Umgebung, weniger wegen der Wärmeaufspeicherung in der Wasser- masse, als weil die auf den Seespiegel fallenden Sonnen strahlen reflektiert werden und zum Teil den Userhalden zugute kommen. Orte in gleicher Höhe und in geringer Entfernung voneinander können wegen all dieser Ursachen ganz verschieden warm sein. Im Winter fließt bei ruhigem Wetter die kalte, schwere Luft den Berghalden entlang zur Tiefe und sam mclt sich im Tal zu einem Kältesee; dann sind die son nigen Bergterrassen, ja selbst die Gipfel wärmer als der Talgrund. Die Temperaturumkehr fällt besonders auf, wenn das Tiefland mit Nebel bedeckt ist. Oft liegt im Winter tage- und wochenlang ein Nebelmeer über dem Mittelland. Sonnig und wolken los blau wölbt sich darüber der Himmel, und in voll kommener Klarheit steigen die Alpen und die Höhen des Jura über die Nebeldecke empor. Aus dem weißen, welligen Meer heben sich vereinzelte Bergrücken des Mit tellandes gleich langen, nebelumflossenen Inseln. Wer aus den feuchtkalten, grauen Nebeln der Tiefe zum Licht Örtliche Un terschiede Temperatur- Umkehr Nebclmeer