33 Die winterliche Schneedecke hält in den tiefern Landesteilen selten längere Zeit an. Im südlichen Tessin und am Genfersee schmilzt sie meist schon nach wenigen Tagen. Im rauheren St. Gallen liegt der Schnee im Mittel schon über 70 Tage, in Davos und im Ober engadin volle sechs Monate. In den höchsten Partien der Alpen fallen die Niederschläge fast ausschließlich als Schnee. Der Winter schüttet auch über die untern, von Menschen bewohnten Bergregionen und über die Jura- höhen mächtige Schneemassen aus, die die Wege fast ungangbar machen und mit ihrer Last die halb ver wehten Hütten zu erdrücken drohen. In der Schnee decke des Gebirges ist eine bedeutende Wassermenge für die warme Jahreszeit aufgespeichert. Auf den Feldern des Tieflandes liegt oft den ganzen Winter über nur ein leichter Anflug von Schnee; gerade hier wäre aber eine ordentliche Schneedecke besonders willkommen zum Schutz für die Wintersaat und als Wasservorrat für das erste Wachstum der Pflanzen im Frühling. Wetterlagen der Schweiz. Die Witterung hängt von der Richtung des Windes ab. Der Wind selbst richtet sich nach der Verteilung des Luftdruckes, dessen Unterschiede von Ort zu Ort sich im Barometerstand zeigen. Nach einem Gebiet mit geringem Luftdruck und tiefem Barometer stand (Minimum oder Depression) strömt die Luft so lange hin, bis der Drnckunterschied ausgeglichen ist. Solche Gebiete tiefen Barometerstandes können an Umfang einem großen Teil Europas gleichkommen und verlegen meist in kurzer Zeit ihren Standort. Am häufigsten wandert das Minimum vom Atlantischen Ozean her über Nordsee und Ostsee und verschwindet im Nordosten Europas. Je nach der augenblicklichen Lage des Minimums ändern die ihm zuströmenden Winde ihre Richtung. Niedriger Luftdruck im nordwestlichen Europa bringt der Schweiz das Föhuwetter, mit starken Regen in der Slidschweiz, mit Wärme und Hellem Himmel nordwärts der Alpen. Das schöne Wetter ist meist von kurzer Dauer. Die bei Föhn anf- Flückiger, Schweiz g Schneedecke Wetterlagen ! Föhnwetter