51 Sandstein einen ersten Platz ein; er wird aber immer häufiger durch billigen Kunststein ersetzt, so daß viele Brüche infolge dieser Konkurrenz bereits eingegangen sind. Die an Sandsteinbrüchen reichsten Gegenden des Mittellandes liegen im Kanton Bern und im Kanton St. Gallen. Die Ortschaften am Nordfuße des Jura benutzen zu ihren Bauwerken häufig den sehr dauerhaften roten Sandstein aus dem Schwarzwald und den Vogesen. Kies und Sand sind als Ablagerung der Gletscher und Flüsse vor allem im Mittelland stark verbreitet und dienen den verschiedensten Zwecken. Durch eine Mischung von Sand und Zement erhält man den Mörtel, der, mit Kies gemengt, zu den Betonarbeiten verwendet wird. Die Kies- und Sandlager versorgen zahlreiche Fabriken mit dem Rohmaterial für die Her stellung von Röhren und künstlichen Bausteinen. Die Tonlager sind meist als Grundmoräne eis zeitlicher Gletscher oder durch die Verwitterung von Mergelschichten entstanden. Im Mittelland besitzt nahezu jedes Dorf eine Lehmgrube mit Ziegelhütte. An den Eisenbahnen sind in neuerer Zeit große Fabriken ent standen, die mit Backsteinen, Röhren und Ziegeln die Bauplätze des Landes versorgen. Lager von Töpferton begünstigten stellenweise das Aufblühen der Töpfer industrie. Boufol bei Pruntrut liefert das gewöhnliche, feuerfeste Pruntrutergeschirr, Heimberg bei Thun feinere Töpferwaren, die Fayence. Nyon und Langenthal sind durch ihre Porzellanfabriken bekannt. Die Tonwaren- iudustrie muß durch eine beträchtliche Zufuhr aus dem Ausland ergänzt werden. So macht die Einfuhr von Porzellangeschirr allein infolge der hoch entwickelten schweizerischen Hotelindustrie den Betrag von 3 Millionen Franken aus. Mineralquellen. Unser Land ist reich an Mineralquellen, deren Wasser, zu Bädern oder als Getränk benutzt, mit Erfolg gegen verschiedene Leiden Kies, Sand Ton Mineral quellen