55 Dazwischen breiten sich, aus Kies, Sand und Schlamm aufgeschüttet, die Ebenen einstiger oder jetzt fließender Gewässer aus. Sie tragen auf ihrem trockenen, wasser durchlässigen und sonnenwarmen Boden vor allem Kartoffel- und Roggenfelder, die hier die günstigsten Bedingungen finden. Wo dagegen die Ackererde nur ans einer dünnen Verwitternngsschicht des Molassefelsens besteht, da liegen magere, steinige und sandige Felder. Sie stehen in einem auffälligen Gegensatz zu dem frucht baren Moränengrund der alten Gletscherböden. Wärme und Feuchtigkeit sind nach Höhe und Lage des Landes sehr ungleich bemessen. Das alles bedingt eine große Mannigfaltigkeit im Bodcnbau; auf verhältnismäßig beschränktem Raum können ganz verschiedenartige Kultur pflanzen gezogen werden. Der Moräncnboden, gebildet aus dem Urgesteins und Kalkschutt der Alpen, und der Nagelfluh- und Sandsteinboden sind arm an der als Pflanzennährstoff wichtigen Phosphorsäure. Durch phosphalthaltige Düng- mittel kann der Mangel behoben werden. Unter den künstlichen Düngmilteln riehmen daher die Phosphate eine erste Stelle ein. Die aus dem Urgestein verwitterte Erde ist dagegen reich an Kali. Für die Bodenver besserung kommt vor allem der natürliche Dünger in Betracht, der mit der Zunahme des Viehstandes in immer größerer Menge verwendet wird. Sein Wert wird auf 150 Millionen Franken geschätzt; dabei ist immerhin zu sagen, daß stellenweise der Dünger nur mangelhaft genutzt wird, so daß dem Kulturboden bei weitem nicht der ganze Wert zugute kommt. Künstliche Dünger bezieht die Schweiz aus dem Ausland für jährlich l0 Millionen Franken. Dazu gesellt sich eine kleinere einheimische Produktion. Durch Düngung und Bearbeitung sind weite Flächen ursprünglich mageren Bodens zu guten Ernten vorbereitet worden. Vermöge der sorgfältigen Bodenpflege ist der Ertrag der Land wirtschaft im Verlauf des letzten Jahrhunderts gewaltig Düngung Erfolg der Bodenpflcge