57 modernen Betrieb Schwierigkeiten bereiten. Zu der ein heimischen Fabrikation an landwirtschaftlichen Maschinen kommt eine starke Einfuhr, größtenteils aus Deutschland. Der Arbeitermangel auf dem Lande machte auch schon vorübergehend den Zuzug fremder Hilfskräfte notwendig. In der Ostschweiz werden zeitweilig Denische »nd Italiener beschäftigt; im beimischen Seeland ist der Zuckerrübenbau im Großbetrieb Sache polnischer Saison arbeiter. Im Emmental, Toggenburg und Appenzell wird der Boden vielfach von Einzelhöfen aus bewirtschaftet. Gegenüber dem Dorf mit dem zerstückelten und weit zerstreuten Grundbesitz hat der Einzelhof den großen Vorteil eines abgerundeten, nahe beisammen gelegenen Kullurbodens; die geringen Entfernungen bedeuten eine Ersparnis an Zeit und Arbeit. Nur in vereinzelten Fällen hat die dörfliche Landwirtschaft versucht, durch den Austausch und das Zusammenlegen der Landstücke sich den gleichen Vorteil zu sichern. Die Schweiz übertrifft an Regenmenge die meisten Länder Europas. Das feuchte Klima begünstigt die Wiesen und Weiden und die damit verbundene Viehzucht. Während im regenärmeren Deutschland und in den Trockengebieten Südosteuropas das Gelb der reifenden Getreidefelder weithin die hochsommerlichen Fluren be herrscht, tritt in unserem feuchten Land der Getreide acker neben den ausgedehnten Wiesenflächen bescheiden zurück. Die Schweiz ist ein grünes Land. Folgendes ist der Anteils einzelner Kulturen am produktiven Boden: Wiesen 8813 km 2 Weide 7950 „ Getreideland 1961 „ Übriges Ackerland 2781 „ Rebland 263 „ Wald 8988 „ Das Grasland beansprucht mehr als die Hälfte des produktiven Bodens, das Getreideland dagegen Fremde Ar beiter Dorf und Einzclhof Anteil der Kulturen am Areal