60 Ackerbau Getreide gen kommt das Bundesgesetz betreffend die Förderung der Landwirtschaft vom Jahre 1893 entgegen. All das trägt mächtig zur Entwicklung der schweizerischen Land wirtschaft bei. 2. ArKevvcru. Die Erzeugnisse des Ackerbaues dienen nur zum kleineren Teil der Volksernährung; in der Hauptsache werden sie zur Viehzucht aufgebraucht. Je nach Lage, Bodenart und Nachfrage treten mehr die einen oder anderen Kulturen in den Vordergrund. So liefert der Ackerbau in der Nähe volksreicher Städte in erhöhtem Maß solche Produkte, die rascher Verderbnis ausgesetzt sind und sich für einen weiten Transport nicht eignen. Getreidebau. Der in der Schweiz am häufigsten angebaute Weizen wächst, wie auch das Korn, auf den guten Böden in den tiefern, wärmern Lagen des Mittellandes. Der Roggen gedeiht gut auf den kiesigen und sandigen Ebenen des Flachlandes, steigt aber neben Hafer und Gerste auch in die Bergregion hinauf. Um vollständig auszureifen, bedürfen die Körnerfrüchte der Trockenheit und Wärme; ihr Hauptgebiet liegt im Regenschatten des Jura und in der Trockenlandschaft des Wallis. Vom Gros de Vaud, das dem Getreide eine verhältnis mäßig bedeutende Fläche einräumt, zieht sich , ein breiter Streifen des Getreidebaues dem Jurafuß entlang bis in den Kanton Schaffhausen hinein. Die wichtige Körnerfrucht des Südens, der Mais, wächst in großer Menge im Tessin, in bescheidenerem Umfang auch im Wallis und in den Föhngassen des Rhein- nnd Seez- tales. Die höhere Hügelregion am Alpeurande ist, be sonders in der Ostschweiz, wegen der Feuchtigkeit und stärkern Bewölkung für das Getreide nicht geeignet, um so mehr, als es im feuchten Klima unter dem Rost und unter starker Uukrautbilduug leidet. So tritt es