62 Gemüse Zuckerrüben Tabak auch zur Schweinemast verwendet. Die Kleinbrenuereieu der früheren Zeit förderten den Schnapsverbrauch in solchem Maße, daß er einen schweren Schaden für das Volk bedeutete. Das Alkoholmonopol räumt jetzt dem Bunde allein das Recht zur Fabrikation und zum Ver kauf des Karloffelbranntweins und des Spiritus ein. Gemüsebau. Einzig in der Nähe der Städte und der Konservenfabriken beansprucht der Gemüsebau, entsprechend dem stärkern Bedarf, größere und zusammen hängende Flächen. Dazu kommt eine Einfuhr im Wert von 12 Millionen Franken; daran haben die frühen Gemüse aus Südfrankreich und Nordafrika einen be deutenden Anteil. Zuckerrübenbau. Neben den Ländern mit Großgrundbesitz, wie Österreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich, Rußland, hat die Schweiz Mühe, den Zuckerrübenbau und die Zuckerfabrikation aufrecht zu erhalte». Nachdem die Fabrik in Monthey im Rhone tal den Betrieb einstellen mußte, scheint die 1899 ge gründete Fabrik in Aarberg einem bessern Gedeihen entgegenzugehen. Der Rübenbau gewinnt auf der Ent sumpfungsebene des Großen Mooses und in der West schweiz überhaupt ständig an Ausdehnung. Immerhin deckt der Aarberger Zucker nur einen bescheidenen Teil des Jahresbedarfs. Aus den großen Rübenländern wie Österreich, Deutschland und Frankreich muß Zucker im Betrag von 50 Millionen Franken (1912) eingeführt werden. Der Anbau der Zuckerrübe ist für den Boden vorteilhaft, weil er ihn nicht seiner Nährstoffe beraubt. Die Abfälle der Verarbeitung, die Schnitzel, werden zur Fütterung des Viehs verwendet. Tabak wird auf gutem Boden und in milden Lagen des Broyetales und des südlichen Tessins ange baut. Die Ernte wandert in die Tabak- und Zigarren fabriken (Seite 86), stellt aber nur einen kleinen Teil des insgesamt verarbeiteten Rohmaterials dar.