67 erschlich. Sie haben für die Bergbewohner und für das ganze Land den größten Wert. Der Weidebetrieb ist außerdem überall da am Platz, wo ein geringwertiger Boden eine intensive Ausnutzung nicht zuläßt, wo stark geneigte Halden den Gebrauch der Maschine und der Sense erschweren und da, wo die Arbeitskräfte fehlen. Viele Sümpfe sind trockengelegt und zu Wiesland umgewandelt worden. Immerhin werden die bräunlich grünen, eintönigen Sumpfflächen nicht ganz aus dem Land- schaftsbilde verschwinden, da sie ein geschätztes Streue material liefern. Bei dem Rückgang der Strohgewinnung und bei der wachsenden Bedeutung der Viehzucht machen die Streuewiesen einen unentbehrlichen Bestandteil der landwirtschaftlich benutzten Bodenfläche aus. Viehzucht und Milchproduktion. Der Futterbau ernährt einen stattlichen Viehstand, mit dem die Schweiz unter den europäischen Ländern einen hohen Rang einnimmt. Die Zunahme des Grasbaues und die stärkere Ausnützung des Bodens machen es erklärlich, daß die Zahl der Tiere beständig anwächst. Innert 20 Jahren stieg der Wert des Viehstandes um die Hälfte. Daran ist außer der Vermehrung besonders die höhere Qualität beteiligt, die durch Prämierungen, Viehmärkte und Ausstellungen ständig gefördert wird. Bei den hohen Milch- und Fleischpreisen gewinnt die Rindviehzucht für den Wohlstand des Landes einen Wert, der von der gesamten übrigen Tierhaltung bei weitem nicht erreicht wird. Der Wert des schweizerischen Viehstandes steht bei 700 Mill. Fr. Davon fallen auf das Rindvieh allein mit 1 i/2 Mill Stück rund drei Viertel. In der Ost schweiz wird Braunvieh gehalten; der Westen des Landes züchtet zwei Arten von Fleckvieh, den rotweißen Simmen taler Schlag und den schwarzweißen Freiburger Schlag. Die Rindviehzucht der Schweiz zielt in erster Linie auf einen höchsten Milchertrag ab; Mast, Aufzucht von Rasse tieren und Arbeitsleistung nehmen dem Wert nach eine untergeordnete Stellung ein. Der jährliche Milchertrag Streuewiescn Viehzucht Mafien