68 Milchertrag Käse Butter Milchkonden sation Aufzucht von Jungvieh Schlachtvieh Schweinemast Pferde wird auf annähernd 350 Mill. Fr. geschätzt und verteilt sich wie folgt: Direkter Verbrauch 48o/o Käsereien 32 o/o Milchindustrien 50/o Aufzucht und Mast 150/0 War früher die Käsebereitung Sache der Aelpler, so entstammt heute die Hauptproduktion dem Mittelland, sowohl nach dem Wert als nach der Menge berechnet. Die auch im Ausland bekanntesten Sorten sind der Emmentaler- und der Greyerzer-Käse. Die Ausfuhr geht meist nach den Bereinigten Staaten, nach Frankreich, Deutschland, Italien und erreichte 1912 den Betrag von 65 Mill. Fr.; sie macht rund die Hälfte der Produktion aus. Dagegen muß die Butterbereitung der Schweiz durch eine starke Einfuhr (16 Mill. Fr.) ergänzt werden. Unter den Milchindustrien sind besonders die Kon densation und die Zubereitung von Milchschokolade zu nennen. Die Milcheindampfungs-Fabriken von Cham, Düdingen, Payerne und Vevey ziehen aus weitem Um kreis ansehnliche Mengen von Milch heran und verar beiten sie säst ausschließlich für die Ausfuhr; 1912 brachte sie 47 Mill. Fr. ein. Die Hauptabnehmer sind England und seine Kolonien. Die Aufzucht gut entwickelter Rassetiere ist wohl überall verbreitet, kann aber nur vereinzelt als Haupt richtung der Viehzucht gelten; so z. B. im Simmental, dessen edle Rinder einen guten Absatz im Ausland finden. Nur in geringem Maß vermag die R i n d v i e h m a st dem heimischen Fleischbedarf zu genügen, so daß eine starke Einfuhr von Schlachtvieh und Fleisch nötig wird. Zum Teil tritt hier die Schweinezucht in die Lücke. Sie verwertet neben den Kartoffeln besonders die Käserei abfälle. In Anlehnung an die gesteigerte Milchwirtschaft hat sich der Schweinebestand innert 30 Jahren verdoppelt. Mit dem Ackerland hat die P f e r d e z u ch t an Be deutung eingebüßt. Die Freiberge im Jura liefern der