78 Weberei muß in einem feuchten Raum betrieben werden, wo die Seide geschmeidig bleibt und beim Weben nicht so leicht reißt; meist ist ein Keller der Arbeitsraum. Die feuchten, ungeheizten und schlecht gelüfteten Webkeller haben den schädlichsten Einfluß aus die Gesundheit der Arbeiter. Im Jahre 1912 wurde Seide (Fabrikate und Roh seide) im Wert von 273 Mill. Fr. ausgeführt. An dieser Zahl sind die Seidenstoffe des Zürcher Industriegebietes am stärlsten beteiligt. Die Gesamteinfuhr, hauptsächlich an Rohstoff, erreichte den Betrag von 177 Mill. Fr. 6. Ula|\ijirrenltan. Anfänge Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ostschwei zerische Baum Wollindustrie unter der englischen Konkurrenz zum Fabrikbetrieb überging, erstellten Etablissemente in Zürich, Winterthur und Rüti die Spinnmaschinen und mechanischen Webstühle; später kamen die Stickmaschinen hinzu. Aus diesen Anfängen im Dienste der einheimischen Textilindustrie entstand der schweizerische Maschinenbau. Heute liefert er Werke aller erdenklicher Konstruktionen und Gebiet und für die verschiedensten Arbeitsgebiete. Mit dem Maschinen- des ^ {, au besassen sich zahlreiche Orte des Mittellandes von ' 1,1 ' ' "Arbon bis Genf, und nordwärts des Jura, Schaffhausen und Basel. Durch die Ausnutzung der Wasserkräfte wurde diese Industrie mächtig angeregt und gefördert. Die Zahl der Elektrizitätswerke an den Flußläufen wächst von Jahr zu Jahr und bringt den Fabriken für elek trische Anlagen überreiche und lohnende Arbeit. Dieser Zweig des Maschinenbaus wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, da die Schweiz bestrebt sein muß, die noch brach liegenden Wasserkräfte für die Industrie und für den Betrieb der Eisenbahnen heranzuziehen, um von der ausländischen Kohle unabhängig zu werden. Die durch teure Fracht erhöhten Kohlenpreise bedeuteten in unserem Lande einen mächtigen Antrieb zum Bau von Dynamos;