79 sie geben aber anderseits auch der Konstruktion von Dampf maschinen eine bestimmte Richtung. Die Ingenieure wett eifern darin, Werke zu erstellen, die bei gleicher Leistung den geringsten Kohlenverbrauch aufweisen. Der sparsame Betrieb ist einer der großen Vorzüge der schweizerischen Dampfmaschinen geworden. In ähnlicher Weise spornten der Arbeitermangel und die hohen Arbeitslöhne in Nord amerika die Ingenieure der Union an, automatisch ar beitende Maschinen zu konstruieren. Unter den verschiedenartigen Produkten der Ma schinenindustrie seien- als einige der wichtigsten genannt: die Webstühle, Spinn- und Stickmaschinen aus den oben genannten Zürcher Fabrikorlen; die Lokomotiven von Winterthur; die Dampfmaschinen für Schisse von Zürich und Baden; die Dampfkessel von Winterthur; die Dy namos aus den Fabriken von Örlikon, Baden und Mönchenstein bei Basel; die landwirtschaftlichen Ma schinen aus Winterthur. Mehr als die Hälfte der Ge samtproduktion findet im eigenen Lande Absatz. Die Ausfuhr hat einen Wert von 92 Mill. Fr. (1912); sie geht in erster Linie nach den vier Nachbarländern, meist nach Deutschland und Frankreich. Dampfturbinen und Dynamos tragen den Ruhm der schweizerischen Technik bis in die fernsten Teile der Erde. Die Schweiz selbst hat einen ungewöhnlich starken Bedarf an Maschinen. Zn dem, was von der Eigenproduktion im Lande bleibt, gesellt sich eine Einfuhr im Betrage von rund 55 Mill. Franken, zum größten Teil aus Deutschland; an erster Stelle stehen die landwirtschaftlichen Maschinen. 6. Ut^enirrdujlne. Am Ende des 16. Jahrhunderts fand die Uhren industrie in Genf durch französische Hugenotten Eingang. Sie wurde vorerst als Zweig der Goldschmiedearbeit betrieben und galt als vornehme, nicht jedermann zu- Erzeugnisse Ausfuhr Einfuhr Entwicklung