81 liefert werden, daß sie zum selbstverständlichen und un entbehrlichen Besitz auch des Unbemittelten gehört. Die Uhrenmacherei ist die wichtigste Industrie der Industriegebiet Westschweiz. Ihr Gebiet umfaßt Genf, die Juraland- uub F^rNate schäften der Kantvne Waadt, Neuenburg, Bern, Solo thurn, Baselland und reicht bis zur Stadt Schasfhausen. In Genf hat sich die althergebrachte Verbindung der Goldschmiedeknnst mit der Uhrenfabrikation bis heute er halten. Hier entstehen fast ausschließlich goldene Uhren, zum Teil reich gravierte und edelsteingeschmückte Prunk stücke. Die Genfer Uhren genießen infolge der sorgfältigen Arbeit als Präzisionswerke einen Weltruf. Chaux-de- Fonds, der Mittelpunkt des Neuenburger Judustriebe- zirkes, bringt neben den goldenen Uhren und den auf größte Genauigkeit gearbeiteten Schisfschronometern auch billige Ware auf den Markt. Die Fabriken der Berner Juratäler endlich fertigen in Massen die für geringere Ansprüche berechnete Uhr in einfacher Metallschale an. Zahlreiche Fabriken an verschiedenen Orten des jurassi schen Industriegebietes befassen sich mit der Herstellung der für die Uhrenmacherei notwendigen Werkzeuge und Maschinen. Die Uhrenindustrie ist hauptsächlich auf den Absatz Absatzgebiet- ins Ausland angewiesen. In allen Weltteilen sind Schweizer Geschäftsleute bemüht, für die Uhren neue Absatzgebiete zu finden und die alten zu sichern. Was von den Fabrikaten in der Schweiz bleibt, wird auf rund 8 Milk. Fr. veranschlagt; in dieser Zahl sind die Uhren inbegriffen, die vom fremden Reisepublikum während des Aufenthaltes in unserem Lande gekauft werden. Der Export von Uhren und Uhrenbestandteilen belief sich im Jahre 1912 auf die Summe von 174 Will. Franken. La Chaux-de-Fonds allein ist mit 3 /s an der Gesamtsumme beteiligt. Die bedeutendsten Abnehmer sind Deutschland, England, Österreich, Rußland, Italien und Ostasien. Die Vereinigten Staaten, die einst in der Reihe der Käufer zuvorderst standen, suchen jetzt durch Flückiger, Schweiz 6