86 Konserven Bierbrauerei Tabakindustrie -Rückgang der Hausindustrie der Jahresausfuhr von 52 Mill. Fr. (1912) angewachsen. Sie verdankt ihr Ansehen in erster Linie der Güte und Mannigfaltigkeit ihrer Fabrikate; besondere Anerkennung hat die Milchschokolade gefunden. Annähernd halb so viel Schokolade, wie ins Ausland geht, wird von Ein heimischen und Fremden im Lande selbst verbraucht. Der Rohstoff, Kakao, muß im Wert von 15 Mill. Fr. größtenteils aus Mittel- und Südamerika bezogen werden. Non der Gesamteinfuhr an Zucker mit 50 Mill. Fr. geht ein ansehnlicher Teil in die Schololadefabriken. Der dem Lande verbleibende Gewinn aus der Schokoladenindustrie darf auf die Hälfte des Ausfuhrwertes geschätzt «erden. Eine Reihe von Fabriken im Mittelland und im Wallis erzeugen Obst- und Gemüsekonserven, meist für den Bedarf des eigenen Landes. Andere Fa briken liefern Suppen- oder Fleischkonserven. Daneben wird viel Büchsenfleisch eingeführt. Die Bierbrauereien arbeiten fast ausschließlich für den einheimischen Konsum. Die jährliche Produktion wird auf 2 Mill. hl tut Wert von 40 Mill. Fr. geschätzt. Dazu kommt die Einfuhr vorab von Münchner- und Pilsenerbier im Wert von über 3 Mill. Fr. Die Schweiz hat, auf die Volkszahl berechnet, einen sehr starken Ver brauch an Bier und Wein. Die Tabak- und Zigarrenfabriken verar beiten zu dem im Lande gewachsenen Rohtabak die sieben fache Menge (88000 q im Wert von 12 Mill. Fr.) aus ländischer Blätter, meist wieder für den sehr bedeutenden Verbrauch im Inland. Die bekanntesten Fabrikate stamnien aus Vevey, Grandson, Reinach im aargauischen Wynen- tal und aus Brissago. 8. Favvrk nnb Heimarkveit. In nahezu allen Gebieten der Industrie hat wäh rend der letzten Jahrzehnte die Hausarbeit ihre frühere Bedeutung eingebüßt. Die Groß- oder Fabrikindustrie