197 biete des Acker- und Wiesenbaues in der Schweiz zu machen. Berühmt ist der Emmentaler Käse, der haupt sächlich von den großen Handelshäusern in Langnau und Burgdorf exportiert wird. Neben den Dörfern aus der Talsohle erscheint das Emmental wie übersäet von Einzelhöfen, die je die Mitte eines abgerundeten Grund besitzes einnehmen und die natürlichste Anpassung an die zahllosen Kleinformen der Landschaft darstellen. In Dörfern und Einzelhöfen wird seit alters die Leinwand industrie betrieben. Zum Einzugsgebiet der Jlfis ge hören Trub in einem Tal des Napf und der stattliche Marktort Langnau mit 8500 Einwohnern. In der Mitte des Emmentales sind Lützelslüh und Hasle- Rüe gsau Straßenvereinigungspunkte; in einem Seiten tal breiten sich Sumiswald und Trachselwald ans. Das Schloßstädtchen Burgdorf, 9300 Ein wohner, beherrscht den Zugang von Norden her; es ist der natürliche Marktort der Landschaft an der untern Emme. Das kantonale Technikum ist seine bekannteste Schule. Oberhalb des Städtchens das industrielle Ober- burg (Maschinenbau). Den westlichen Teil des reich gegliederten Emmentaler Hügellandes halten die auch durch Industrie und Käsehandel bedeutenden Bauerndörfer Worb, Großhöchstetten und Biglen besetzt. Dem Lauf der Emme folgt eine Eisenbahnlinie von Solothurn über Burgdorf nack Langnau, wo sie den Anschluß an die Linie Bern-Luzern findet. Die Bergmasse des Napf bildet für den Verkehr ein durch seine Ausdehnung beträchtliches Hindernis, das im Kreis von Straßen und Bahnen umgangen werden muß. Die Hauptlinie des Mittellandes durchzieht zwischen Burgdorf und Olten die Landschaft des bernischcn Ober aargaus, dessen Bevölkerung ihr Auskommen im Acker bau und in der Leinen- und Baumwolliudustrie findet. Unter den zahlreichen Ortschaften ragen durch Größe und Wohlstand Herzogenbuchsee und Langen thal hervor. Langenthal steht durch das Tal der Verkehr Oberaargau