213 feuchtem Lagen des Mittellandes noch heute reiche Ernten an Getreide hervor. Am Neuenburgersee und im Orbetal. sowie an geschützten Stellen überall im Hügelland wird Wein gebaut; vor allem aber ist das Nordufer des Genfersees ein einziger riesiger Weinbezirk. Die Tabakfelder des Broyetales liefern den Zigarren- und Tabakfabriken von Grandson, Uoerdorr, Payerne und Vevey einen Teil des Rohmaterials. Die Broye wurzelt mit malerischen Waldtälchen in der 'Nordflanke des Jorat. Die Quellbäche treten bei Mondon zusammen; in immer breiter und flacher werdendem, gefällsarmem Tal strebt der Fluß dem Murtensee zu; er berührt weiterhin Lucens und Payerne, ­ das als Eisenbahnknoten und durch die Tabakindustrie ­ den gewerbsamen Mittelpunkt des Broyetales bildet; seine Milcheindampfungsfabrik bezieht die Milch aus der ganzen Talschafc und aus weiterem Umkreis. Unfern des Murlensees steht Aveuches auf den Trümmern ­ der römisch-helvetischen Stadt Aventicum; sie lag au der noch heute streckenweise erhaltenen und benutzten Militärstraße, die vom Großen St. Bernhard her über Vevey, das Broyetal, Solothurn und den obern Hauenstein zur Rheinebeue hinunterführle. Gegenüber der Stadt Neueuburg besitzt die Waadt den Uferort Cudre - sin. Die Broyetalbahn und die Linie Freiburg-Lausanne treffen bei Palezieux zusammen; in ihrem Winkel liegt Oron-la-Ville. An der bewaldeten Nagelfluhkuppe ­ des Mont Pelerin entlang zieht die Bahn zum Tunnel von Chexbres, an dessen Südansgang sich dem überraschten Blick das wunderbare, reiche Bild des ganzen Genferseebeckens erschließt. Die Jurafnßliuie erreicht ­ Lausanne über die alten Städtchen Grandson und Iverdorr am Neuenburgersee. In reizloser Lage am Ende des versumpften Tales der Orbe- Thiele ist Iverdon mit 8600 Einwohnern an der Vereiniguugsstelle wichtiger Verkehrswege als Industrie- und Badeort ­ der Mittelpunkt des nördlichen Kauionsteils; durch Broyetal Gros de Vaud