216 Rhoncebene leuchtenden Stützmauern durchzogenen Weingärten. In dieser Reihe seien Lutry und Cully genannt. Im Schutz der Voralpenhöhen ist am obern Genfersee in mildester Lage Montreux der belebte Mittelpunkt der waadtländischen Riviera; mit den benachbarten Orten Territet und Clärens stellt es eine einzige glänzende Folge prunkvoller Hotelbaulen dar. Die Fremden- und Industriestadt Vevey (Bivis), 13600 Einwohner, auf dem Deltavorsprung t er Beveyse, bildet den west- . lichen Abschluß der Hotelkolonie Vevey ist der Schau platz der in unregelmäßigen Zeilabständen gefeierten Winzerfeste. Montreux veranstaltet alljährlich im Früh ling das Narzissenfest, wenn die Berghalden im Blüten schnee schimmern. Über Territet breitet sich die Berg terrasse von Glion aus, die selbst wieder von den weithin sichtbaren Hotelpalästen von Caux überragt wird. Hinter Caux steigt die Wand der Rochers de Nahe zu 2044 in an, wegen ihrer umfassenden Rund- sicht als Rigi des Waadtlandes bekannt. Am steilen Felsufer entsteigt dem See das Schloß Chillon. Bei Villeueuve weitet sich die Üferebene zu dem gewaltigen Rhonedelta, das sich talaufwärts zu der Felsenpforte von St. Maurice verengt. Mit den end losen Pappelreihen und dem Gestrüppwald am Seeufer sticht die eintönige Aufschüttungsebene von dem reizvollen und formenreichen Gebirgsrahmen seltsam ab. Das kalte Rhonewasser dringt als trüber Strom eine kurze Strecke weit in die blauen Fluten des Sees vor und sinkt dann als Wasserfall durch das wärmere und dess halb leichtere Seewasser auf den Grund. Längs der scharf gezeichneten Grenze, wo die Rhone untertaucht, entstehen als „bataillere“ bezeichnete gefährliche Wirbel. Die gleiche Erscheinung ist an der Mündung des Rheins in den Bodensee unter dem Namen „Brech" bekannt. Die bedeutenden Orte des Rhonetales lehnen sich am Rand der Ebene an die rebengeschmückte Berghalde, am Fuß hoher Bergterrassen. Ivorne hat die berühmtesten