IX Ich bin mir wohl bewusst, dass es trotz aller dieser Argumente nicht an finanziellen Bedenken gegen das internationale Pennyporto fehlen wird. Deshalb behalte ich mir für später, sofern die Sache einem weiteren Interesse begegnet, neue Vorschläge vor, die auch diese Bedenken zum grössten Teil beseitigen dürften und das angestrebte Ziel wenigstens in einer beschränkten Form bald erreichbar erscheinen lassen würden. Für die Zusendung von Besprechungen dieses Buches und seiner Probleme an die untenstehende Adresse werde ich sehr dankbar, sein, da der Autor sonst oft nicht das geringste über wichtige Einwände oder beachtenswerte kritische Bemerkungen erfährt. Friedenau bei Berlin, Juli 1909. Arved Jürgensohn. Nachschrift. Die meisten Kapitel dieses Buches waren schon im Frühling d. J. beendet und gesetzt. Es konnten daher die Wirkungen der Beichstagsbeschlüsse vom 13. Juli, die sich auf die Gehaltserhöhungen der deutschen Postbeamten bezogen, im Text nicht mehr eingehend ge würdigt, sondern nur kurz erwähnt werden. Die günstigen Finanzen der deutschen Keichspost haben dadurch zunächst allerdings ein ganz anderes Ansehen bekommen. Wie die halb amtliche „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ (1909, l(i. Juli Nr. 29) näher ausführte, werden die Beamten und Unterbeamten der Beiohspost nach dem Stande von 1909 über 55 Millionen Mark jährlich mehr als bisher beziehen und mit der Nachzahlung für 1908 eine Summe von 80 Millionen Mark ausgezahlt erhalten. Der im Postetat für 1909 veranschlagte Ueberschuss von 99,3 Mil lionen Mark, unter Berücksichtigung der rückläufigen Bewegung in der Einnahmesteigerung so angesetzt, würde dadurch auf 44,3 Millionen Mark sinken. Aber der Schatzsekretär vermutete, dass der Ueberschuss wegen der anhaltenden Depression um 20 Millionen niedriger ausfallen würde, als veranschlagt, so dass dann blos 24,3 Millionen nachbleiben würden. Nach den neuesten Berichten bat jedoch die Beichspost vom April bis Ende September 1909 schon eine Mehreinnahme von 15,86 Milk Mark airfzuwoisen. A. J.