23 der ein fremdes Land passierte, dort ein Transitporto, meist dem hohen inländischen Porto gleichkommend, zn bezahlen hatte und die beteiligten Verwaltungen jede einzelne Sendung umständlich verrechneten und beglichen. Um 1833 kostete ein Brief von Berlin nach Verona (Ober italien), der 6V2 Tage unterwegs war, über Österreich noch 14 x /2 und über Bayern 17^2 Silbergroschen (1 M 75 Pf.). Ein in ländischer Brief in Preussen von Aachen bis Memel zahlte 18 Sgr. (1824-1844). Seit 1844 stellte sich ein Brief von Berlin nach Wien auf 6V2 Sgr. (vorher ll 1 /*), und von Köln nach Wien oder Triest auf 7 8 /4 Sgr. (früher Das Transitporto durch Österreich betrug für preussische Briefe nach Italien 12 Kreuzer (vorher 20—24 Kr.). Ein einfacher Brief von Berlin nach London zahlte noch 1840 insgesamt 27 a /a Sgr. (2 M 75 Pf.), wovon allein 18 Sgr. auf das englische Porto kamen. Denn England hielt trotz des Pennyportos im Innern an einem teuren Differentialporto für ausländische Briefe noch lange fest. Briefe aus überseeischen Ländern nach Europas Kontinent, die mit Porto belastet über London gingen, wurden vom Lon doner Postamt nicht weiter gesandt, sondern die englische Post schickte z. B., wenn ein Brief aus Rio de Janeiro für Berlin eintraf, zunächst nur einen Kotizzettel an das Postamt in Berlin, dass ein solcher Brief eingegangen und das noch unbezahlte Porto erst auszulösen sei. Der Berliner Adressat musste daher erst an einen Handelsfreund in London schreiben, was wieder 2 M 75 Pf. Porto kostete und 4 x /2 Tage dauerte, und diesen zur Einlösung beauftragen oder bevollmächtigen. 4 ) 1844 kostete ein Brief von Berlin nach London immer noch 24 x /2 Sgr., seit dem preussisch-englischen Vertrage von 1846 aber „bloss“ 10 Sgr. (l M) oder 12 d (1 Schilling), wobei 4 d auf das preussische, 6 d auf das englische Porto (mit dem See porto) und 2 d auf das Transitporto (über Hamburg oder Belgien oder Holland) fielen. 1850 sank das Gresamtporto auf 7 Sgr. (8 d). 4 ) Vgl. Stephan, Geschichte der preussisohen Post (1859), S. 608.