56 und Marokko aber 86 % — schon in Postvereinsbeziehungen mit billigerem Porto als dem Weltporto steht. Meist ist es das interne oder das Pennyporto im weiteren Sinne. Die Feststellung dieser Tatsache ist einfach verblüffend. Da bedarf es im Grunde gar keiner weiteren Argumente zu gunsten des allgemeinen internationalen Pennyportos; denn wenn dieses schon so weit gesiegt hat, so kann ein vollkommener Sieg auf dem gesamten Erdball trotz aller finanziellen Widerstände nur noch eine Frage kurzer Zeit sein. Und da in Zeiten wirtschaftlicher Krisen, wo das Geld knapp ist und alle Spesen doppelt empfunden werden, Verkehrs erleichterungen stets besonders am Platze sind, so dürfte der gegenwärtige Augenblick zu einer solchen Deform besonders geeignet sein, zumal da die meisten Postverwaltungen der AVelt mit ungeheuren Ueberschüssen wirtschaften und eine zeitweilige vorübergehende Mindereinnahme daran natürlich dauernd nichts wesentliches ändern würde, während die Posten Gelegenheit bekämen, sich ihrer gemeinnützigen Daseinszwecke wneder in höherem Masse zu erinnern als bisher. Die deutsche Reichspost hat ja allerdings durch die im Juli 1909 beschlossenen notwendig gewordenen Gehaltserhöhungen ihrer Beamten sehr grosse Mehrausgaben zu gewärtigen; doch wird der dadurch stark verminderte Ueberschuss zweifellos binnen kurzem wieder steigen, und Yerkehrserleichterungen sind oft nicht das schlechteste Mittel dazu.