zufragen. Er wurde nicht eingestellt, auch nicht, als er sich des Arbeitsnachweises bediente. Selbst die Vermittelung des Arbeitsausschusses blieb erfolglos. Das Werk suchte Leute durch den Arbeitsnachweis und durch Zeitungsinserate bis oben in Grünberg. Es sind auch Leute eingestellt worden. ■— Ebenso wurde auf diesem Werk der schon längere Zeit ausgesperrte Bergmann Phillipp aus Guben trotz Anfrage nicht eingestellt. ä) 2 b e r l a u s i tz. Wilhelm Friedrich aus Reichenau 143 bei Zittau i. S. ist schon seit Jahren ebenfalls gemaßregelt und schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Er ist auch setzt während des Krieges nicht eingestellt worden. Er hat durch einen Kameraden auf den Gruben anfragen lassen, da hat der Arbeiter zur Antwort bekommen: „Der muß erst schwarz werden!" Es handelt sich hier um die Reichenauer Gruben. 11. Im Z w i ck a u e r Steinkohlenrevier ist zwar während des Kriegs zum Teil der Burgfrieden eingekehrt, in dem früher Gemaßregelte während des Krieges in Arbeit ge nommen wurden. Aber einer, der vom Streik 1912 her noch gemaßregelt war, der Hauer'Max Schräder aus Cainsdorf, ist vom Erzgebirgi schen Steinkohlenbauverein in -Schedewitz bei Zwickau auch jetzt noch von der Wiedereinstellung zurückgewiesen worden und zurzeit arbeitslos. 12. Das Braunkohlenwerk Prinz Wilhelm bei Helm stedt (Braunschweig) hat zwölf Mann ausgesperrt, welche trotz und während des Krieges nicht wieder eingestellt worden sind. Der eine von ihnen, August Libbe aus Süpplingen, hat in letzter Zeit wiederholt um Wiedereinstellung gebeten und dabei auf den Burgfrieden hingewiesen. Aber vergeblich! Bei dieser Ge legenheit hat der Betriebsführer der genannten Zeche zu Libbe gesagt, daß er sowie C. Schwarze, St. Popiel, Fritz Willebrand, alle aus Süpplingen, ferner noch weitere acht Arbeiter nicht wieder eingestellt würden. Schwarze arbeitet deshalb in einer Fabrik. Popiel und Willebrand sind im Krieg (trotzdem ächtet man sie noch!) und Libbe ist abgereist. Seine Adresse hat er noch nicht mitgeteilt, seine Frau weiß noch nicht, wo er ist. So nehmen hartherzige Kapitalisten Rache an Arbeitern, die nichts weiter verbrochen haben, als sich zu organisieren, um für Wah rung ihrer Interessen einzutreten. Sie werden von Haus und Familie gerissen und in die Wüste geschickt, ja sogar als Krieger- bleiben sie als Geächtete auf der schwarzen Liste. Auch wenn sie gesund vom.Kriege zurückkommen, bleiben sie geächtet und ausgesperrt. Wir bitten das Hohe Reichsamt des Innern dringend, alles aufzubieten, um diesen grausamen Zuständen wenigstens zur Zeit des Krieges ein Ende zu machen und für Aufhebung aller dieser