Nach Abschluß der Erörterungen wird die Kriegsamtsstelle über die von Ihnen beantragte gemeinschaftliche Verhandlung mit den Werksverwaltungen Entschließung fassen." Lohneingabc nebst Beantwortung. Beauftragt von den Arbeiterausschüssen und Belegschaften der fiskalischen Bergwerke, hatten die oberschlesischen Bezirks leitungen der Bergarbeiterverbände eine Eingabe an den Herrn Minister für Handel und Gewerbe gerichtet, worin das berech tigte Verlangen der Arbeiter nach Lohnaufbesserungen begründet war. In der Eingabe wurden die Verhältnisse der einzelnen Ar beiterkategorien erwähnt und zusammenfassend der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Löhne auf den fiskalischen Bergwer ken in Lberschlcsien dringend einer Aufwärtsentwickelung be dürftig seien. Der Herr Minister wurde darum ersucht, zu einer Reformierung der Lohnverhältnisse unter Berücksichtigung nach folgender Grundsätze Veranlassung zu geben: 1. Es ist das Gedinge der Häuer derart zu gestalten, daß bei normaler Arbeitsleistung ein Lohn nicht unter 12,60 Mark pro Schicht, ausschließlich der 30,— Mark Teuerungszulage, die als Regelmäßigkeitsprämie gezahlt wird, verdient wer den kann: 2. Der Forderung zu 1. entsprechende Erhöhung des Gedinges bzw. Lohnes für Füller, Schlepper und Wagenstößer, so daß die Löhne dieser Kategorie im bisherigen Verhältnis zu dem Häuerverdienst bleiben. 3. Werden Hauer im Schichtlohn beschäftigt, so ist ihnen ein Lohn von nicht unter 10 Mark, ausschließlich der Teuerungs zulage zu zahlen. 1. Für alle über und unter Tage beschäftigten Arbeiter. Hand werker und Arbeiterinnen, einschließlich der jugendlichen Ar beiter, ist der Lohn um 26 Prozent zu erhöhen. 5. Die Kinderbeihilfe ist außer den vorstehenden Löhnen in der bisherigen Weise Iveiter zu zahlen. Auf. diese Eingabe wurde folgende Antwort der König lichen Bergwerksdirektion im Aufträge des Herrn Ministers erteilt: Königliche Bergwerksdirektion. Hindenüurg, den 5. April 1918 Gefchäftsbuch-Nr. I. 3281. Auf die an den Herrn Minister für Handel und Gewerbe gerich tete gemeinschaftliche Eingabe vom 4. März ds.Js. -erwidern wir Ihnen im Auftrage des Herrn Ministers folgendes: Die Löhne der Bergleute auf den staatlichen Steinkohlenberg werken des hiesigen Reviers zeigen eine ständig aufsteigende Richrung.