323 Falls die Grubengesellschaften kein Verständnis für die Not wendigkeiten der geforderten Verdienste beweisen, sollen die zu ständigen Schlichtungsausschüsse angerufen werden. Da die Lage der Arbeiterschaft eine derart ungnüstige ge worden und der Wille zur Verbesserung der Löhne im Revier allgemein ist, darf erwartet werden, daß den berechtigten Anfor derungen der Arbeiterschaft Rechnung getragen wird. Voraus setzung ist natürlich, daß jeder Einzelne seine volle Pflicht tut, um die gestellten Forderungen durchzusetzen. Verband der Bergarbeiter Deutschlands. Deutscher Metallarbeiter-Verband. Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Verband der Maschinisten und Heizer Deutschlands. p» Gcwerkverein H.-D. Bcrgarbcitcrsvrderungcn ans Kricgsamt. Im Z w i ck a u° und Lugau-Oelsnitze^ Revier ist den Bergarbeitern auf ihre am 18. Dezember 1917 erhobenen neuen Forderungen eine weitere Teuerungszulage von 80 Pf. je Schicht für Arbeiter über 21 Jahre, 40 Pf. für Arbeiter von 16—21 Jahren und 20 Pf. für jugendliche und weibliche Arbei ter, sowie eine Erhöhung der monatlichen Kinderzulagen von 4 auf 6 Mk. für jedes Kind bewilligt worden. Da diese Zulagen allgemein als unzureichend bezeichnet wurden, haben die Orga nisationsleitun,gen in einer weiteren Eingabe an die Werksbe- sttzer um nochmalige Prüfung der Bergarbeiterforderungen er sucht. Sie erhielten aber vom Bergbaulichen Verein für Zwickau und Lugau-Oelsnitz eine ablehnende Antwort, worin gesagt wurde, die Werksbesitzer seien in der Lohnfrage soweit entge gengekommen, als es ihnen möglich war. Auf Beschluß_ der Vertrauensleute der Bergarbeiter wandten sich die Organisati onsleitungen daraufhin am 18. März erneut mit einer Ein gabe an die Kriegsamtsstelle in Leipzig. Wir haben über alles das in Nr. 12 und 14 der „Bergarbeiter-Zeitung" berichtet. Auf ein Schreiben der Kriegsamtsstelle antworteten die Organisati onsleitungen dann mit folgender Eingabe: Zwickau, den 26. April 1918. An die Kriegsamtsstelle in Leipzig. Der Kriegsamtsstelle Leipzig bestätigen wir hiermit den Empfang des Schreibens vom 30. März 1918 (Nr. 18932 N. A.) in Sachen unserer Eingabe vom 18. März 1918 betreffend die Forderungen der Bergarbeiter in den Bergrevieren Oelsnitz- Luaau und Zwickau. Die Kriegsamtsstelle vermißt in unserer Eingabe in einzelnen Punkten Angaben bestimmter Tatsachen bezw. Werke.