1.  Die  Entstehung  des  Wertes.

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der  Nützlichkeit  bilden  und  einen  Gegenstand  für  nützlicher  erklären  als
einen  andern,  so  vergleichen  wir  in  den  meisten  Fällen  nicht  die
Brauchbarkeiten,  sondern  die  ihnen  gegenüberstehenden  Bedürfnisse
ihrer  Größe,  Stärke  und  Dringlichkeit  nach.  Der  gewöhnliche  Sprachgebrauch ­
  darf  darüber  nicht  täuschen,  weil  er  das  Bedürfnis  auf
das  Befriedigungsmittel  zu  projizieren  pflegt;  das  Eisen,  so  sagt
man,  ist  nützlicher  als  der  Diamant,  in  Wirklichkeit  meint  man
aber,  daß  das  Bedürfnis  nach  Eisen  größer  und  stärker  ist,  als
das  nach  Diamanten.  Infolgedessen  kommt  es  auch  auf  die  Verschiedenheit ­
  des  Standpunktes  an,  je  nachdem  man  die  Bedürfnisse
von  einer  Volkswirtschaft  oder  einer  Privatwirtschaft  aus  betrachtet. ­
  Reis  ist  im  allgemeinen  nützlicher  als  Opium,  einem
kranken  Menschen  kann  aber  Opium  einen  größeren  Nutzen  leisten
als  Reis.  Man  kann  vielleicht  auch  die  Brauchbarkeit  verschiedener
Gegenstände  mit  Bezug  auf  dasselbe  Bedürfnis  vergleichen  und
z.  B.  mit  Rücksicht  auf  das  Kleidungsbedürfnis  die  Baumwolle  für
nützlicher  halten  als  das  Leinen.  Alle  diese  Vergleiche  sind  aber
nur  ungefähre  Schätzungen,  weil  es  keine  bestimmten  Skalen  für
Bedürfnisse  und  Brauchbarkeiten  gibt.  In  den  wichtigsten  Fällen
versagen  sie  überhaupt,  denn  man  kann  nicht  gut  Baumwolle  für
nützlicher  erklären  als  Schafwolle,  Schafwolle  für  nützlicher  als
Eisen,  Eisen  für  nützlicher  als  Holz  usw.
Während  die  Nützlichkeit  nur  die  verschiedenen  Bedürfnisse,
eventuell  die  verschiedenen  Brauchbarkeiten  mit  Bezug  auf  dasselbe
Bedürfnis  gegenüberstellt,  gelangt  der  Wert  zu  einem  Vergleich  von
verschiedenen  Gegenständen  als  Trägern  von  Beziehungen  zu
menschlichen  Bedüfnissen.  Dabei  ergibt  sich  die  Schwierigkeit,  daß
die  Bedürfnisbefriedigung  rein  subjektiv  und  die  Projektion  desselben ­
  auf  den  äußeren  Gegenstand  nicht  sinnlich  wahrnehmbar,
nicht  ein  physischer,  sondern  ein  psychischer  Vorgang  ist.  Bedürfnisse ­
  und  Befriedigungsmittel  sind  von  einander  wesentlich
verschieden,  denn  der  Wert  des  Brotes  läßt  sich  nicht  atu  Hungergefühl ­
  und  der  Wert  der  Kleider  nicht  am  Kältegefühl  messen.
Wohl  aber  lassen  sich  die  Beziehungen  bestimmter  Gegenstände
und  Bedürfnisse  vergleichen,  und  zwar  sowohl  die  Beziehungen,  die
ein  Wirtschaftsfubjekt  zu  verschiedenen  Gegenständen,  als  auch
jene,  die  ein  Gegenstand  zu  verschiedenen  Wirtschaftsfubjekten  besitzt. ­
  Der  Wert  erhält  dadurch  den  Schein  einer  sinnlichen  Wahrnehmbarkeit, ­
  aber  nur  den  Schein;  denn  er  ist  und  bleibt  ein  Gedankengebilde. ­
  Als  Maßeinheit  wird  eine  im  täglichen  Leben  ge ­