1.  Die  Entstehung  des  Wertes.

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Meinung  nimmt  an,  daß  er  diese  verschiedenen  Gegenstände  nach
der  Menge  der  zu  ihrer  Herstellung  aufgewendeten  Arbeitszeit
bewerten  wird,  so  daß  eine  Sache,  welche  fünf  Arbeitsstunden  gebraucht, ­
  auch  fünfmal  so  viel  wert  sein  wird,  als  eine  andere,  die
bloß  eine  Arbeitsstunde  gekostet  hat.  Das  ist  aber  sehr  fraglich.
Vor  allem  wird  gerade  die  primitive  Arbeit  des  Jagens  und
Fischens  nicht  immer  als  eine  Aufwendung,  sondern  häufig
genug  als  bloßer  männlicher  Zeitvertreib  angesehen.  Ferner  können
schon  hier  Wert  und  Aufwand  stark  auseinandergehen.  Möglicherweise ­
  wird  die  Erlegung  eines  Rehes  nicht  mehr  Arbeit  verursachen
als  die  eines  Hasen,  und  doch  ist  es  nicht  wahrscheinlich,  daß
beide  Tiere  gleich  bewertet  werden.  Gute  und  schlechte  Erntejahre
werden  den  Wert  des  Getreides  verändern,  obwohl  der  Arbeitsaufwand ­
  gleich  bleibt.  Hier  kommen  bereits  die  Zufälligkeiten  der
Grundlagen  der  wirtschaftlichen  Tätigkeit  (Natur,  Bevölkerung,
Gesellschaftsordnung),  bei  einem  isolierten  Menschen  nur  die  der
Natur,  zur  Geltung.  Diese  Zufälligkeiten  entstehen  übrigens  nicht
bloß  auf  Seite  der  Produktion,  sondern  auch  aus  Seite  des  Konsums. ­
  Ein  heißes  Jahr  wird  den  Bedarf  nach  Getränken,  ein
kaltes  nach  Kleidungsstücken  steigern  und  demgemäß  auch  den
Wert  beeinflussen.  Überdies  erstreckt  sich  auch  die  wirtschaftliche  Tätigkeit ­
  nicht  bloß  nach  der  Richtung  der  Produktion  durch  Arbeiten,
sondern  auch  nach  der  Richtung  des  Konsums  durch  Sparen.
Wahrscheinlich  bestand  sogar  der  erste  Kulturfortschritt  darin,  daß
der  Mensch  die  ihm  zur  Verfügung  stehenden  Nahrungsmittel
nicht  auf  einmal  verzehrte,  sondern  für  spätere  Mahlzeiten  aufhob,
zuerst  wohl  Beeren,  Früchte,  Wurzeln  u.  dergl.,  später  auch  die
Beute  aus  der  Jagd  und  dem  Fischfang,  nachdem  man  sie  durch
Dörren  an  der  Luft,  Räuchern,  Einsalzen  usw.  konserviert  hatte;
die  nordische  Küstenbevölkerung  nahm  schon  in  grauer  Vorzeit  gedörrte ­
  und  gesalzene  Fische  aus  ihre  Schiffsreisen  mit.  Zu  der
Nützlichkeit  muß  also  die  wirtschaftliche  Tätigkeit,  das  Arbeiten
und  Sparen  hinzutreten,  damit  ein  Wert  entsteht,  aber  ein  Maß
des  Wertes  ist  der  Aufwand  an  wirtschaftlicher  Tätigkeit  oder
gar  nur  der  an  Arbeitszeit  auch  in  diesem  einfachsten  Falle  der
Isolierung  nicht.  Das  isolierte  Wirtschastssubjekt  wird  die  Gegenstände ­
  nach  dem  Verhältnisse  zu  seinem  Bedarfs  beurteilen,  als
Träger  der  Gebrauchswerte  unter  einander  vergleichen.
Der  Mensch  lebt  aber  nicht  in  der  Isolierung,  sondern  in  einer
ungemein  entwicklungsfähigen  Verkehrsgemeinschast.  Da  vollzieht