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I.  Der  Begriff  des  Wertes.

sich  nun,  weil  der  Wert  seinem  Wesen  nach  subjektiv  ist,  die  Subjekte ­
  der  Beurteilung  aber  wechseln,  ein  wichtiger  Spaltungsprozeß.
Arbeit  und  Kapital  werden  planmäßig  ausgewendet,  um  einem
als  Rohstoff  vorhandenen  Komplex  von  Naturstoffen  eine  erhöhte
Brauchbarkeit  zu  schaffen.  Das  so  entstandene  Erzeugnis  wird  aber
immer  seltener  vom  Produzenten  selbst  verbraucht,  sondern  zu
Tauschzwecken  abgegeben.  In  der  modernen  Großindustrie  ist  der
Gebrauchswert  der  erzeugten  Ware  gleich  Null.  Der  Schuhfabrikant ­
  trägt  vielleicht  gar  nicht  solche  Schuhe,  wie  er  sie  in  seiner
Fabrik  erzeugt,  der  Likörfabrikant  kann  seine  Liköre  nicht  verbrauchen, ­
  trinkt  sie  möglicherweise  als  Antialkoholiker  überhaupt
nicht,  Alfred  Krupp  in  Essen  wäre  in  großer  Verlegenheit  gewesen,
wenn  er  die  erzeugten  .Kanonen  in  persönliche  Verwendung  hätte
nehmen  müssen.  Wenn  diese  Erzeugnisse  für  den  Produzenten
keinen  Gebrauchswert  haben,  so  sind  sie  doch  auch  für  ihn  nicht
wertlos.  Er  hat  Aufwendungen  vorgenommen,  die  er  samt  einem
entsprechenden  Gewinn  ersetzt  haben  will.  Er  beurteilt  die  Erzeugnffse
  nach  dem  Kostenwerte.  Das  eigentliche  Ziel  bleibt  freilich  der
Verbrauch,  der  aber  nicht  beim  Produzenten,  sondern  bei  anderen
Wirtschastssubjekten  gefunden  werden  kann.  Zu  diesem  Zwecke
muß  das  Erzeugnis  in  Verkehr  gesetzt  werden,  es  wird  damit  zur
Ware.  Heutzutage  kann  nun  selten  eine  Ware  unmittelbar  gegen
eine  Ware  getauscht  werden.  Die  Verkehrsfähigkeit  wird  infolgedessen ­
  erleichtert  durch  die  Vermittlung  einer  leicht  aufzubewahrenden ­
  und  überall  genommenen  Ware,  des  Geldes.  Die  Bedeutung,
die  dem  Gute  für  die  Bedürfnisbefriedigung  im  Verkehre  zugeschrieben ­
  wird,  nennen  wir  den  Tauschwert.  Die  Ware  kann
vorläufig  zu  einem  anderen  Produzenten  in  den  bloß  technischen
Konsum  gelangen  und  dort  Gegenstand  neuer  Aufwendungen
werden,  also  wieder  als  Erzeugnis  mit  erhöhtem  Kostenwerte  erscheinen; ­
  auch  die  Leistungen  des  Händlers  und  Frachtführers  bilden
eine  Kostenvermehrung.  So  kann  sich  der  Wechsel  zwischen  Erzeugnis ­
  und  Ware,  zwischen  Kostenwert  und  Tauschwert  mehrmals
vollziehen.  Schließlich  kommt  aber  die  Ware  als  Gut  zu  dem
eigentlichen  Verbraucher  und  erlangt  hier  einen  neuen  Wert,  den
Gebrauchswert,  der  bei  den  verschiedenen  Wirtschastssubjekten  sehr
ungleich  ist,  weil  er  sich  nach  den  individuellen  Bedürfnissen  richtet.
Dieser  Wert  wird  durch  einmaligen  Verbrauch  sofort  oder  öfteren
Gebrauch  allmählig  zerstört.  Wir  erhalten  daher  folgende  Übersicht ­
  des  gesamten  Verwandlungsprozeffes: