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1.  Die  Entstehung  des  Wertes.

differenziert  sich  nach  der  Zahl  und  Stärke  der  einzelnen  Verbraucherschichten. ­
  Der  Kostenwert  ist  zunächst  subjektiv,  weil  jeder  Produzent ­
  geneigt  sein  wird,  seinen  besonderen  Aufwand  an  Arbeit
und  Kapital  als  Maßstab  zu  nehmen.  Ein  fauler  und  ungeschickter
Arbeiter  wird  danach  den  Kostenwert  seines  Erzeugnisses  höher
einschätzen  als  ein  fleißiger  und  geschickter.  Bei  jenen  Leistungen,
die  nicht  für  den  Tauschverkehr  bestimmt  sind,  wird  auch  dieser
subjektive  Maßstab  in  Geltung  bleiben.  Bei  den  übrigen  aber  wird
sich  ein  objektiver  Maßstab  ausbilden,  nämlich  in  den  Kosten,
welche  die  Produzenten  durchschnittlich  ausbringen  müssen.  In
richtiger  Erkenntnis  dieser  Tatsache  hat  Karl  Marx  die  Arbeitswerttheorie ­
  dahin  modifiziert,  daß  er  den  Wert  nicht  bestimmt
ansah  durch  die  vom  Individuum  geleistete  Arbeitszeit,  sondern
die  gesellschaftlich  notwendige  Arbeitszeit,  wodurch  freilich  gleichzeitig ­
  die  Unhaltbarkeit  der  Arbeitswerttheorie  beleuchtet  wurde.
Der  Tauschwert  ist  im  Gegensatze  hierzu  seinem  Wesen  nach
objektiv,  denn  er  bildet  sich  im  Verkehr,  also  in  der  Beurteilung
der  Allgemeinheit.  Von  einem  subjektiven  Tauschwert  kann  man
sprechen,  wenn  man  darunter  nur  die  Auffassung  des  einzelnen
Wirtschaftssubjektes  versteht,  die  mit  der  allgemeinen  Auffassung
übereinstimmen  kann,  aber  nicht  muß,  weil  das  Wirtschaftssubjekt
hierbei  zwar  auch  die  Bedeutung  für  die  menschliche  Bedürfnisbefriedigung ­
  feststellt,  sie  aber  nicht  nach  den  Waren  des  Tauschverkehres, ­
  sondern  nach  den  Gütern  des  eigenen  Verbrauches  mißt.
Der  Tausch  ist  ein  Mittel  zur  Erlangung  eines  Gebrauchswertes.
Der  subjektive  Tauschwert  wird  also  zwischen  dem  Gebrauchswert  des
abzugebenden  und  des  eintauschbaren  Gutes  zu  liegen  kommen,  aber
natürlich  nur  dann  realisiert  werden,  wenn  er  mit  dem  objektiven
Tauschwert  übereinstimmt.  Die  Objektivität  ist  aber  nie  so  zu  verstehen, ­
  daß  der  Wert  dem  Gute  anhaftet,  sondern  nur  so,  daß  er
nicht  durch  die  Schätzung  des  Individuums,  sondern  durch  die  der
Allgemeinheit  entsteht,  so  daß  er  also  bloß  vom  privatwirtschastlichen
  Standpunkte  als  objektiv,  vom  volkswirtschaftlichen  Standpunkte ­
  dagegen  noch  immer  als  eine  rein  subjektive  Tatsache  erscheint. ­

Damit  ist  der  Begriff  des  Wertes  enger  gefaßt  als  bei  Böhm-Bawerk,
  der  unter  Wert  in  objektivem  Sinne  überhaupt  „die
Kraft  oder  Tüchtigkeit  eines  Gutes  zur  Herbeiführung  irgendeines
objektiven  Erfolges"  versteht.  „In  diesen,  Sinne  gibt  es  so  viele
Arten  des  Wertes,  als  es  äußere  Erfolge  gibt,  auf  die  inan  sich