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I.  Der  Begriff  des  Wertes.

beziehen  will.  Es  gibt  einen  Nährwert  der  Speisen,  einen  Heizwert ­
  von  Holz  und  Kohle,  einen  Dungwert  der  verschiedenen
Düngemittel,  einen  Sprengwert  der  Explosionsstoffe  usw.  In
allen  diesen  Ausdrucksweisen  ist  aus  dem  Begriffe  des  .Wertes*
jede  Beziehung  auf  das  Wohl  und  Wehe  eines  Subjektes  verbannt."
Das  Wörtchen  Wert  sei  hier  vollkommen  synonym  mit  den  auf
ein  rein  objektives  Verhältnis  deutenden  Ausdrücken  „Kraft"  oder
„Gestalt".  In  diesem  Umfange  aber  reicht  der  Begriff  des  Wertes
über  den  Bereich  der  Volkswirtschaftslehre  weit  hinaus,  denn  er
bezeichnet  dann  ein  bloßes  technisches  Ausbeuteverhältnis,  dessen
Feststellung  nur  dem  Chemiker  und  Techniker,  aber  niemals  dem
Volkswirte  obliegt.  Der  Nährwert  z.  B.  bezeichnet  die  Menge
der  assimilierbaren  Bestandteile  eines  Nahrungsmittels,  wie  Eiweiß,
Fette  und  Kohlehydrate.  Unter  Umständen  werden  verschiedene
Materialien  unter  dem  Gesichtspunkte  eines  bestimmten  Bedürfnisses ­
  verglichen,  so  daß  man  den  Leuchtwert  von  Elektrizität,  Gas,
Petroleum,  Ol  und  Kerzen,  den  Heizwert  von  Kohle  und  Petroleum
nach  Kalorien  usw.  bestimmt.  Dabei  handelt  es  sich  aber  immer
nur  um  die  Auffindung  oder  Umschreibung  der  Brauchbarkeit  oder
Eignung  des  Gutes  zur  Bedürfnisbefriedigung  überhaupt,  also  der
technischen  Voraussetzung  zur  Bildung  des  Wertes.  Der  Wert
selbst  kommt  erst  zustande,  wenn  zwischen  dieser  Eignung  des  Gutes
und  den  Bedürfnissen  einer  bestimmten  Volkswirtschaft  oder  der  in
ihr  vereinigten  Wirtschastssubjekte  eine  Beziehung  entsteht  und  mit
anderen  derartigen  Beziehungen  in  Vergleich  gesetzt  wird.
2.  Der  Rostenwert.
Der  Kostenwert  ist  die  Bedeutung  für  die  menschliche  Bedürfnisbefriedigung, ­
  gemessen  in  der  Produktion  an  den  Aufwendungen
von  Arbeit  und  Kapital.  Er  individualisiert  sich  nach  den  einzelnen
Produzenten  in  ähnlicher  Weise  wie  der  Gebrauchswert  nach  den
einzelnen  Konsumenten,  dessen  Gegenstück  er  ist,  stellt  sich  also  sehr
verschieden.  So  lange  ein  Tauschwert  nicht  vorhanden  ist,  kann
der  Kostenwert  bis  zur  Höhe  des  individuellen  Gebrauchswertes
ansteigen.  Dabei  ist  noch  zu  berücksichtigen,  daß  in  primitiven
Zeiten  die  Arbeit  der  wichtigste  Produktionssaktor  ist,  aber  nicht
immer  wirtschaftlich  beurteilt  wird,  da  sie  als  Ausfluß  des  natürlichen ­
  Tätigkeitsdranges  des  Menschen  erscheint,  der  sich  im  Spiel
wie  im  Kampfe  mit  der  Natur  kundgibt.  Der  Kostenwert  gewinnt
nach  dieser  nebulösen  Vergangenheit  erst  dann  feste  Formen,  wenn