2.  Der  Kostenwert.

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der  Tauschwert  hinzutritt;  denn  nunmehr  muß  sich  jeder  Produzent
Rechenschaft  darüber  ablegen,  ob  sein  Kostenwert  höher  ist  als  der
allgemeine  Tauschwert.  Ist  dies  der  Fall,  so  scheidet  er,  falls  er
sich  nicht  wie  der  für  den  Eigenbedarf  produzierende  Bauer  vom
Tauschverkehr  abschließt,  aus  der  Reihe  der  Produzenten  aus,  da
aber  sein  Gebrauchswert  immer  noch  höher  ist  als  sein  Kostenwert,
so  wird  er  bloßer  Verbraucher,  der  sich  das  Gut  gegen  ein  anderes
eintauscht,  das  er  aus  irgend  welchen  Gründen  billiger  Herstellen
kann.  Der  Tauschwert  zieht  somit  eine  Grenzlinie  zwischen  den
individuellen  Kostenwerten,  die  sich  nur  soweit  erhalten  können,  als
sie  unter  diese  Grenze  zu  liegen  kommen,  und  den  individuellen
Gebrauchswerten,  die  nur  noch  dann  zur  Geltung  kommen  können,
wenn  sie  sich  oberhalb  dieser  Grenze  befinden.  Unter  den  für
einen  Markt  bestimmten  Kostenwerten  tritt  dann  infolge  des  gegenseitigen ­
  Wettbewerbes  eine  gewisse  Nivellierungstendenz  hervor,
aus  der  sich  der  Begriff  eines  durchschnittlichen  Kostenwertes  ergibt. ­
  Dabei  ist  festzuhalten,  daß  mit  der  Herstellung  eines  Gutes
in  einem  Betriebe  nur  der  technische  Erzeugungsprozeß  abgeschlossen
ist,  der  wirtschaftliche  Erzeugungsprozeß  dagegen  erst  endet,  wenn
die  Ware  vom  Orte  der  Erzeugung  bis  zum  Orte  des  Verbrauches
gebracht  wird  und  dort  in  die  Hände  des  letzten  Verbrauchers  gelangt. ­
  Die  Produktionskosten  im  volkswirtschaftlichen  Sinne  umfassen ­
  also  außer  den  Kosten  der  Fabrikation  auch  die  der  Aufbewahrung, ­
  des  Transports  und  der  Vermittlung  durch  den  Handel.
Ferner  ist  zu  bemerken,  daß  die  Kosten  in  der  modernen  Großindustrie ­
  ausschließlich  die  Form  von  Kapitalsaufwendungen  annehmen. ­
  Sie  lassen  sich  nach  folgendem  Schema  zergliedern:
Produktionskosten  (Selbstkosten)
Spezialkosten  Generalkosten
(durch  die  Herstellung  des  Einzel-  (durch  Erzeugung  und  Vertrieb
Produkts  verursacht)  im  allgemeinen  verursacht)
Materialkosten  Arbeitslöhne  Betriebskosten  Vertriebskosten
(für  die  Leitung  und  (für  den  Absatz  der
Erhaltung  d.  Betriebs)  fertigen  Ware).
Zu  den  Spezialkosten,  nämlich  jenem  Aufwand,  der  durch  die
Herstellung  des  Einzelproduktes  verursacht  wird  und  sich  wegen
seines  nnniittelbaren  Zusammenhanges  mit  demselben  für  jede  Einheit ­
  genauer  berechnen  läßt,  gehören  .die  Materialkosten,  nämlich
die  Auslagen  für  die  Waren,  die  in  jedem  Produktionsprozeß  vollständig ­
  verbraucht  werden.  Solche  Waren  sind  vor  allem  die  Roh ­