2.  Der  Kostenwert.

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Verkaufe  genügend  entlohnt  wird.  Dieses  Risiko  wird  umso  größer,
je  mehr  der  erwähnte  Prozeß  der  Ersetzung  von  Betriebskapital
durch  Anlagekapital  fortschreitet.  Zu  den  Selbstkosten  muß  daher,
um  den  vollen  Kostenwert  zu  erhalten,  noch  der  Unternehmergewinn
hinzugeschlagen  werden,  der  aber  auf  das  gesamte  vorgeschossene
Kapital  zu  berechnen  ist.  Der  Zins  bildet  kein  selbständiges
Kostenelement,  sondern  stellt  nur  einen  Anteil  am  Unternehmergewinn
  dar,  welcher  dem  Verleiher  des  Kapitals  abgetreten  werden
muß  und  nach  Analogie  auch  vom  eigenen  Kapital  berechnet  zu
werden  pflegt.  In  ihm  steckt  keine  Vergütung  für  das  Unternehmerrisiko, ­
  die  nur  in  dem  Überschuß  des  Ertrages  über  den  Zins  zu
suchen  ist,  sondern  eine  Vergütung  für  das  Darlehnsrisiko,  die  sich
nach  der  Kreditwürdigkeit  des  Unternehmers  richtet  und  in  der
freien  Konkurrenz  aus  die  Warenpreise  nicht  leicht  abzuwälzen  ist.
Wir  können  daher  folgende  Zergliederung  vornehmen:
reiner  Kapitalsertrag,  \  ...  1
Vergütung  für  Tarlehnsrisiko,  \'  &gt;  Unternehmergewinn.
Vergütung  für  Unternehmerrisiko,  1
Eine  weitere  Gewinnmöglichkeit,  freilich  auch  eine  Verlustmöglichkeit, ­
  ergibt  sich  aus  der  Differenz  zwischen  Kostenwert  und
Tauschwert,  denn  beide  entstehen  aus  ganz  verschiedenen  Ursachen
und  fallen  daher  nicht  notwendigerweise  zusammen.  Allerdings
wird  die  gegenseitige  Konkurrenz  der  Produzenten  und  Kapitalisten
gerade  diesen  Teil  des  bei  einer  Ware  zu  erzielenden  Einzelgewinns ­
  herabmindern  oder  beseitigen.  Prinzipiell  aber  müssen
wir  bei  dem  Einzelprodukt  unterscheiden:
Anteil  des  Einzelproduktes  am  Unternehmergewinne,  &gt;  ,  ,
Differenz  zwischen  Kostenwert  und  Tauschwert  des  !  .
Einzelproduktes  (+  oder  —)  ]  9 erömn -
Zur  Gewinnung  einer  schematischen  Übersicht  wollen  wir  von
folgenden  Annahmen  ausgehen.  Die  Kosten  für  das  Material  (M),
nämlich  für  die  Rohstoffe  und  solche  Hilfsstoffe,  die  für  die
Herstellung  des  Einzelproduktes,  nicht  für  die  Erhaltung  des  Betriebes ­
  notwendig  sind,  seien  400  beliebiger  Geldeinheiten.  Etwa
notwendige  Materialvorräte  vermehren  nicht  die  Materialkosten,
sondern  die  Betriebskosten,  weil  sie  die  Kontinuität  des  Betriebes ­
  sicherstellen  sollen.  Die  Löhne  (L)  für  die  Arbeiter,  die
mit  der  unmittelbaren  Erzeugung  beschäftigt  sind,  betragen  200.
Die  Gehalte  und  Löhne  für  das  Aussichtspersonal  aller  Kategorien,
sowie  die  Barvorräte  zur  Sicherstellung  der  künftigen  Lohnzahlungen
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