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I.  Der  Begriff  des  Wertes.

Ein  Maßstab  ist  nach  Rodbertus  nichts  als  ein  zur  Anschauung ­
  gebrachter  und  zur  Einheit  erhobener  Teil  der  Maßgröße
selbst,  für  die  er  gelten  soll;  ein  Längemnaßstab  nichts  als  eine
zur  Anschauung  gebrachte  und  zur  Einheit  erhobene  Länge  selbst.
Messen  ist  daher  nichts  als  eine  gegebene  Maßgröße  mit  einem
zur  Anschauung  gebrachten  und  zur  Einheit  erhobenen  Teil  ihrer
selbst  vergleichen.  Da  der  Tauschwert  ein  Mengenverhältnis  darstellt, ­
  kann  man  es  nur  mit  einem  Mengenverhältnis  messen.  Dazu
wurde  nun  jenes  Mengenverhältnis  gewählt,  in  welchem  sich  ein
in  den  verschiedenen  Ländern  gesetzlich  bestimmter  Gewichtsteil
eines  Edelmetalles  ^  Gold  -----  1  Mark  in  Deutschland,
kg  -----  1  Krone  in  Österreich-Ungarn,  kg  -----1  Frank,
136  •  5676  ==  ^  Sßfunb  Sterling,  jgQi.  gg  k »  ==  1  Rubel,
664 1  k S  =  1  Dollar  usw.)  zu  den  verschiedenen  übrigen
Waren  befindet.  Dieses  Verhältnis  der  Geldeinheit  zu  allen
übrigen  Waren,  also  der  Warenwert  des  Geldes,  bleibt  zwar  auch
weiterhin  unbestimmt,  ist  aber  dem  wirtschaftskundigen  Menschen
sür  eine  Reihe  von  Artikeln  des  täglichen  Bedarfes  aus  der  Erfahrung ­
  so  bekannt  und  geläufig,  daß  er  sich  ohne  Schwierigkeit
eine  Vorstellung  bilden  kann,  wenn  der  Tauschwert  einer  ihm  noch
nicht  bekannten  Ware  darin  ausgedrückt  wird.  Erleichtert  wird
diese  Vorstellung  noch  durch  den  Umstand,  daß  es  sich  praktisch
nicht  um  eine  unbestimmt  große,  sondern  eine  relativ  beschränkte
Zahl  von  Gleichungen  handelt,  nämlich  nur  uni  das  Verhältnis
der  Geldeinheit  zu  jenen  Waren,  welche  das  betreffende  Wirtschaftssubjekt ­
  tatsächlich  zu  kaufen  pflegt.  Freilich  erhält  dadurch
der  Warenwert  des  Geldes  eine  individuelle  Färbung,  denn
der  Fabriksarbeiter  kauft  andere  Waren  als  der  Bauer,  der  Beamte ­
  usw.  Ferner  ergeben  sich  Unterschiede  mit  jedem  Wechsel  des
Ortes  und  der  Zeit,  so  daß  eine  genaue  Vergleichung  der  Tauschwerte ­
  in  verschiedenen  Ländern  und  zu  verschiedenen  Zeiten  überhaupt ­
  nicht  möglich  ist.  Am  selben  Orte  und  zur  selben  Zeit  ist
aber  der  Warenwert  des  Geldes  eine  hinlänglich  bestimmte  Größe,
so  daß  man  sie  als  feststehend  annimmt  und  sich  darauf  beschränkt,
die  Schwankungen  des  Geldwertes  der  Ware  zu  beobachten,  der
im  Preise  zum  Ausdruck  kommt.  Wenn  sich  also  die  Gleichung