3.  Der  Tauschwert.

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billiger  Ozeanfracht),  sowie  aus  dem  Einfluß  der  Schutzzölle  und
sonstigen  Mittel  der  wirtschaftlichen  Schutzpolitik  (veterinärpolizeiliche ­
  Absperrungen,  Maßnahmen  der  Gewerbegesetzgebung,  Patentund
  Musterschutz  usw.).  Eine  Ware  hat  ferner  meist  mehrere
Märkte  zu  passieren,  bis  sie  aus  dem  Stadium  der  ersten  Produktion ­
  in  das  des  letzten  Verbrauches  tritt.  Das  Eisenerz  besitzt
schon  einen  Tauschwert,  muß  aber  noch  eine  Verarbeitung  in  einem
Hochofenwerk,  einem  Walzwerk  und  einer  Maschinenfabrik  erfahren,
muß  als  Bestandteil  einer  Spinnmaschine  Garn  erzeugen  helfen,
das  selbst  erst  wieder  zum  Gewebe  verarbeitet  werden  muß,  in
Großhandel  und  Kleinhandel  gelangt,  bis  es  schließlich  in  dem
Kleide  der  Bäuerin  seinen  Gebrauchswert  erreicht.  Für  alle  dabei
zurückgelegten  Zirkulationsprozesse  gibt  es  besondere  Märkte,  die
untereinander  in  Verbindung  stehen,  aber  ihren  eigenen  Gesetzen
folgen.  So  erklärt  sich  der  Unterschied  in  der  Preisbildung  im
Großhandel  und  Detailhandel,  denn  dieselbe  Ware  erscheint  dabei
auf  verschiedenen  Märkten.  Im  Detailhandel  selbst  ist  eine  weitere
Differenzierung  möglich.  Am  Viehmarkte  hat  das  Fleisch  noch
einen  einheitlichen  Preis,  aus  den  Preisnotierungen  der  Fleischbänke ­
  einer  großen  Stadt  aber  entsteht  eine  sehr  weitgespannte
Skala,  weil  die  Preise  nicht  bloß  nach  der  Verschiedenheit  der
Fleischqualitäten,  sondern  auch  nach  der  Verschiedenheit  des  Kundenkreises ­
  sehr  ungleich  bestimmt  werden.  Eine  weitere  Komplikation
ist  dadurch  gegeben,  daß  der  Warenmarkt  in  innige  Berührung
tritt  mit  dem  Arbeitsmarkt,  dem  Markt  für  Arbeitskräfte,  und  dem
Geldmarkt,  dem  Markt  für  Geldkapitalien,  die  ebenfalls  eine  sehr
mannigfache  Gliederung  verzeichnen.  Aus  dem  Arbeitsmarkt  wirken
trennend  die  Gewohnheit  der  Beschäftigung  (Vererbung  des  Berufes ­
  usw.),  die  Beschaffenheit  der  Arbeit  (Verbindung  mit  Annehmlichkeit, ­
  Ehre  usw.)  und  die  Arbeitsgeschicklichkeit  (gelernte  und
ungelernte  Arbeiter  u.  dergl.),  auf  dem  Geldmarkt  die  Zuneigung
des  Kapitalbesitzers  (aus  Gründen  der  Politik,  der  Nationalität  usw.),
die  Ungleichheit  des  Risikos  und  eventuelle  Nebenwirkungen  der
Kapitalsanlage  (Ehre,  Ansehen  usw.).  Daß  ein  Wirtschaftssubjekt
bald  als  Käufer  und  bald  als  Verkäufer  für  dieselbe  Ware  auf
verschiedenen  Märkten  auftritt,  ist  ein  ganz  gewöhnlicher  Fall,  denn
er  ergibt  sich  aus  der  kaufmännischen  Tätigkeit  überhaupt,  doch
kommt  es  auch  vor,  daß  dasselbe  Wirtschaftssubjekt  für  dieselbe
Ware  auf  demselben  Markte  bald  als  Käufer  und  bald  als  Verkäufer ­
  auftritt;  so  übernimmt  und  gibt  die  Bank  Kapitalien,  so  er ­