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Volksreichtums  bleiben?  Wenn  ein  Land  Kapitalsgüter  einführt
und  sie  aus  Mangel  an  wirtschaftlicher  Einsicht  verfallen  läßt,  wie
seinerzeit  China  das  erste  Eisenbahnmaterial  und  manches  orientalische ­
  Land  Maschinen  und  Fabriksgeräte,  ist  es  durch  den  Zuwachs  an
Tauschwert  schon  reicher  geworden,  oder  wird  es  erst  in  dem  Maße
reicher,  in  welchem  sich  der  Gebrauchswert  an  diesen  Kapitalsgütern
entwickelt?  Die  Berechnungen  des  Volksvermögens  sind  überhaupt
verfehlt,  denn  die  Gebrauchswerte  lassen  sich  nicht  so  berechnen  wie
die  Tauschwerte,  weil  der  Maßstab  ein  individuell  verschiedener  ist.
5.  Der  preis.
Der  Preis  ist  der  in  Geld  ausgedrückte  momentane  Tauschwert ­
  eines  tauschbereiten  Gutes.  Er  ist  die  Verkörperung  des  in
einem  bestimmten  Zeitpunkt  fixierten  Tauschwertes,  der  reale
Niederschlag  einer  ideellen  Schätzung.  Ein  Wert  ist  immer  und
überall  vorhanden,  sobald  eine  Beziehung  zur  Außenwelt  Gegenstand
der  wirtschaftlichen  Tätigkeit  geworden  ist,  zunächst  ein  Gebrauchswert, ­
  und  beim  Tauschverkehre  auch  ein  Kostenwert  und  ein  Tauschwert, ­
  ein  Preis  aber  kommt  erst  dann  zum  Vorschein,  wenn  diese  Beziehung ­
  aufgegeben  werden  soll.  Die  verschiedenen  Schulen  der
Nationalökonomie  haben  deshalb  zwischen  Tauschwert  und  Preis  keinen
wesentlichen,  sondern  nur  einen  graduellen  Unterschied  angenommen.
Die  sogenannten  Klassiker  erklärten  den  Tauschivert  gleich  den
Produktionskosten,  also  gleich  dem  Kostenwert,  den  Preis  zwar
durch  Angebot  und  Nachfrage,  also  in  einer  prinzipiell  verschiedenen
Art,  glaubten  aber,  daß  sich  dieser  Marktpreis  von  dem  Tauschwerte ­
  oder  „natürlichen  Preise"  nicht  dauernd  entfernen  kann,  weil
die  Produktionsfaktoren  von  selbst  dort  abströmen  werden,  wo  der
Marktpreis  den  Tauschwert  nicht  erreicht,  und  überall  dort  zuströmen
werden,  wo  er  ihn  überschreitet,  also  Gegenwirkungen  ausgelöst
werden.  Die  neueren  Grenznutzentheoretiker  leiten  den  Tauschwert
aus  dem  Gebrauchswert  ab  und  lassen  den  Preis  ebenfalls  aus
Angebot  und  Nachfrage  entstehen,  stellen  sich  aber  darunter  die
Resultante  der  auf  einem  Markte  zusammentreffenden  subjektiven
Wertschätzungen  vor.  Böhm-Bawerk  sagt  ausdrücklich  (Kapital
und  Kapitalzins,  Bd.  II,  S.  139):  „Das  Gesetz  der  Preise  enthält
das  Gesetz  des  Tauschwertes  in  sich."
Diese  Theorien  haben  inimer  den  Wert  zum  Ausgangspunkt
ihrer  Untersuchungen  genommen  und  erst  nachher  die  gewonnenen