2.  Die  Kostentheorien.

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wie  Weine  bestimmter  Gebiete,  alte  Bildwerke,  Bücher  und  Münzen,
Grundstücke  in  befestigten  oder  sonst  in  der  Ausdehnung  beschränkten ­
  Städten  usw.  In  solchen  Fällen  entscheidet  nur  Angebot
und  Nachfrage,  doch  werden  die  hierüber  herrschenden  Anschauungen
richtiggestellt.  Man  dürfe  nicht  das  Angebot  mit  der  zum  Verkaufe ­
  gestellten  Warenmenge  und  die  Nachfrage  mit  dem  bloßen
Wunsche  nach  Bedürfnisbefriedigung  erklären,  denn  zwei  so
verschiedene  Dinge  könne  man  nicht  in  ein  Verhältnis  setzen.  Die
Nachfrage  bestehe  auch  aus  einer  Warenmenge,  freilich  nicht  aus
einer  fixen,  sondern  aus  einer  nach  den  Preisen  schwankenden
Warenmenge.  Sei  die  Nachfrage  größer  als  das  Angebot,  so
steigen  die  Werte  nicht  etwa  in  dem  Verhältnis,  in  welchem  die
Nachfrage  das  Angebot  überragt,  sondern  so  lange,  bis  der  Wettbewerb ­
  der  Käufer  ein  Gleichgewicht  zwischen  der  angebotenen  und
der  gefragten  Menge  hergestellt  hat.  In  ähnlicher  Weise  werde
bei  einem  Überschuß  des  Angebots  der  Wettbewerb  der  Verkäufer
wirken.  Man  sollte  daher  nicht  von  einem  Verhältnis,  sondern
von  einer  Gleichung  zwischen  Angebot  und  Nachfrage  sprechen,
denn  sowie  dieses  Gleichgewicht  der  Mengen  gestört  werde,  stelle
es  der  Wettbewerb  wieder  her  und  zwar  mit  Hilfe  des  Wertes.
Der  Wert  dieser  Kategorie  von  Waren  sei  also  derjenige,  welcher
der  Nachfrage  auf  dem  in  Betracht  kommenden  Markte  die  Kraft
gibt,  den  vorhandenen  oder  erwarteten  Vorrat  aufzunehmen.
In  die  zweite  Kategorie  gehören  die  Waren,  deren  Vorrat
durch  Neuherstellung  beliebig  vermehrt  werden  kann.  Bei  diesen
beliebig  vermehrbaren  Waren  bestimmen  die  Produktionskosten,
einschließlich  des  gewöhnlichen  Gewinnes,  den  notwendigen  Wert
oder  Preis  (necessary  price).  Unter  diesem  Preise  wäre  jede
Produktion  ein  Verlust,  den  niemand  tragen  wolle,  dieses  Minimum
sei  aber  gleichzeitig  das  Maximum,  da  der  gegenseitige  Wettbewerb
ein  Ansteigen  des  Gewinnes  bei  einer  Produktion  über  das  gewöhnliche ­
  Maß  wirksam  verhindert.  Angebot  und  Nachfrage
bestimmen  nur  die  Abweichungen  während  jener  Zeit,  die  notwendig
ist,  um  die  angebotenen  und  gefragten  Mengen  ins  Gleichgewicht
zu  bringen.  Das  hauptsächliche  und  fast  das  einzige  Kostenelement
sei  die  Arbeitsmenge,  denn  auch  die  Kapitalsgüter,  wie  Rohstoffe,
Werkzeuge,  Gebäude,  seien  darauf  zurückzuführen.  Die  Arbeitslöhne ­
  berühren  im  allgemeinen  nicht  den  Wert,  denn  eine  allgemeine
Steigerung  oder  Ermäßigung  derselben  treffe  alle  Waren  im  Verhältnis ­
  der  auf  sie  verwendeten  Arbeitsmenge,  ändere  daher  nicht