60  It.  Die  Bestimmung  des  Wertes  nach  den  bisherigen  Theorien.
das  Verhältnis  der  Waren  zu  einander,  welches  man  eben  als
Wert  bezeichnet.  Tatsächlich  aber  steigen  und  fallen  die  Arbeitslöhne ­
  in  den  verschiedenen  Produktionszweigen  nicht  immer  gleichzeitig, ­
  so  daß  sie  für  kürzere  oder  auch  längere  Zeiträume  unabhängig
von  einander  sind.  Diese  Verschiedenheiten,  also  nicht  die  absoluten,
sondern  nur  die  relativen  Arbeitslöhne  beeinflussen  den  Wert,
doch  bleibt  dessen  ungeachtet  die  Arbeitsmenge  seine  Hauptursache.
In  ähnlicher  Weise  kann  auch  der  Gewinn  bei  einer  allgemeinen
Änderung  nicht  zur  Geltung  kommen,  wohl  aber  bei  einer  relativen
Verschiebung,  wenn  eine  Produktion  wegen  der  mit  ihr  verbundenen
Gefahr,  Mühe  oder  Unannehmlichkeit,  wie  z.  B.  die  Pulvererzeugung ­
  und  die  Fleischhauerei,  einen  höheren  Gewinn  abwerfen
muß,  als  er  sonst  üblich  ist.  Außerdem  ergibt  sich  aber  hier  auch
bei  gleicher  Gewinnrate  eine  Verschiedenheit  in  dem  Maße,  in
welchem  der  Gewinn  bei  den  verschiedenen  Produkten  kapitalisiert
erscheint,  denn  je  mehr  Zeit  die  Produktion  beansprucht  und
je  mehr  Maschinen  verwendet  wurden,  desto  mehr  Kapitalsgewinn
steckt  in  jedem  Produkt.  Nehmen  wir  zwei  Fälle.  Die  Ware  A
werde  mit  1000  £  hergestellt,  die  an  Arbeitslöhnen  für  unmittelbare ­
  Arbeit  gegeben  werden,  für  die  Ware  ß  dagegen  werden  nur
500  £  für  unmittelbare  Arbeit,  500  £  dagegen  für  eine  Maschine
ausgegeben,  die  in  einem  einzigen  Jahre  vollständig  verbraucht
wird.  Beide  Waren  werden  mit  einein  Gewinn  von  20°/«  verkauft,
kosten  daher  beide  1200  £.  Bei  der  Ware  A  macht  nun  der  Gewinn ­
  ein  Sechstel  des  Wertes  aus,  bei  der  Ware  ß  aber  mehr,
da  der  Wert  der  Maschine  nicht  bloß  unmittelbare  Arbeit  verkörpert,
sondern  überdies  noch  einen  Gewinn,  so  daß  also  auch  ein  Sechstel
von  500  £  als  Gewinn  anzusehen  ist.  Die  größere  Dauerhaftigkeit ­
  des  Kapitals  habe  dabei  denselben  Erfolg  wie  eine  größere
Höhe.  Nehmen  wir  in  dem  besprochenen  Falle  an,  daß  die  Maschine
zur  Herstellung  der  Ware  ß  5  Jahre  dauert,  ihre  Abnutzung  jährlich ­
  also  nur  mit  100  £  gerechnet  wird.  Die  Ware  ß  wird  nun
verkauft  um  Arbeitslohn  500  +  Maschinenverbrauch  100  +  Gewinn
vom  ganzen  Kapital  200  =  800  £;  der  Gewinn  nimmt  in  diesem
Werte  nicht  mehr  ein  Sechstel,  sondern  ein  Viertel  ein.  Außer
diesen  natürlichen  und  notwendigen  Kostenelementen  gebe  es  noch
einige  künstliche  und  zufällige,  wie  z.  B.  Steuern,  die  aber  auch
nur  dann  den  Wert  beeinflussen,  wenn  sie  für  die  verschiedenen
Produktionszweige  ungleich  sind.
In  die  dritte  Kategorie  gehören  jene  Güter,  deren  Produktion