2.  Die  Kostentheorien.

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Er  weist  zunächst  nach,  daß  alle  wirtschaftlichen  Güter  Arbeit
kosten,  und  nur  Arbeit  kosten.  Er  unterscheidet  zu  diesem  Zwecke
zwischen  Sachen  von  Brauchbarkeit,  Sachen  von  Wert  und  Gütern.
Brauchbarkeit  ist  die  vom  Menschen  erkannte  Tauglichkeit  einer
Sache,  als  Mittel  zur  Erreichung  irgend  eines  Zweckes  dienen  zu
können.  Sie  ist  eine  den  Sachen  selbst  innewohnende  Eigenschaft
und  unabhängig  davon,  ob  sich  der  Mensch  schon  einen  Verwendungszweck ­
  für  dieselben  vorstellt.  Eine  Sache  von  Wert  ist  jene  brauchbare ­
  Sache,  nach  der  bereits  ein  Bedürfnis  in  dem  Menschen  besteht. ­
  Ein  Gut  ist  schließlich  nur  jene  Sache  von  Wert,  die  in
eine  solche  „physische  Unmittelbarkeit  zum  Menschen"  gesetzt  ist,
daß  sie  die  Erreichung  des  Verwendungszweckes  gestattet,  die  sich
also  im  „wirtschaftlichen  Besitz"  befindet.  Dieser  wirtschaftliche
Besitz  ist  wohl  zu  unterscheiden  von  dem  rechtlichen  Besitz.  Der
Besitzer  eines  Waldes  z.  B.  ist  dies  nur  im  rechtlichen  Sinne,  im
wirtschaftlichen  Sinne  aber  erst  dann  und  nur  insoweit,  als  er
dort  für  sich  Bäume  gefällt  und  Holz  geschlagen  hat.  Güter  sind
also  besessene  Dinge  von  Wert,  die  ihrerseits  wieder  nur  einen
Teil  aus  der  Menge  der  brauchbaren  Dinge  bilden.  Die  Natur
hat  aber  sehr  wenige  Güter  in  eine  solche  Unmittelbarkeit  gestellt,
daß  sie,  wie  Luft  und  Licht,  durch  die  bloß  organischen  Funktionen
des  Körpers  genossen  werden  können.  Fast  alle  müssen  erst  durch
eine  Tätigkeit  in  diese  Unmittelbarkeit  versetzt  werden,  nämlich  durch
Arbeit.  Zwei  selbständige  Reiche  stehen  sich  da  gegenüber,  das
der  Natur  und  das  des  Geistes.  Ein  Aufwand  ist  nur  notwendig,
um  die  Dinge  aus  der  Natur  herüberzuholen.  Das  Material  leiht
die  Natur,  ist  also  nicht  zu  den  dem  Menschen  erwachsenden  Kosten
zu  rechnen.  Der  Anteil  des  Geistes  an  der  Produktion  ist  auch
nie  ein  Aufwand,  denn  „die  Idee,  die  er  zum  Gute  leiht,  ist  so
wenig  beschränkt  und  vernutzbar  als  seine  Leitung  der  Arbeit".
Der  durch  Material  und  Werkzeuge  verursachte  Kostenaufwand  lasse
sich  ebenfalls  in  Arbeit  auslösen;  man  müsse  eben  die  jetzige  und
die  frühere,  die  auf  Werkzeuge  verbrauchte  nur  nach  Maßgabe
ihrer  Abnutzung,  zusammenzählen.  Die  Unterhaltsmittel  lassen
sich  zwar  auch  in  Arbeit  auflösen,  seien  aber  nicht  zu  den  Kosten
des  Gutes  zu  rechnen,  da  der  Mensch  die  Güter  erarbeitet,  um
davon  zu  leben,  nicht  aber  lebt,  um  Güter  zu  erarbeiten.
Zu  den  Kosten  eines  Gutes  sei  nur  die  mittelbar  und  unmittelbar ­
  aufgewendete  Arbeit  zu  rechnen,  nicht  aber  der  Arbeitslohn,
auch  nicht  Rente  und  Profit.  Zu  Beginn  jeder  Unternehmung