2.  Die  Kostentheorim.

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Dinge  werden  eben  erst  quantitativ  vergleichbar  durch  die  Reduktion ­
  auf  dieselbe  Einheit,  hier  also  die  Arbeitszeit.
Durch  das  Geld  werden  die  Waren  nicht  kommensurabel.
Erst  wenn  die  Waren  durch  die  in  ihnen  vergegenständlichte
menschliche  Arbeit  kommensurabel  sind,  können  sie  ihre  Werte  in
derselben  spezifischen  Ware  messen,  die  daher  als  Geld  betrachtet
wird.  Das  Geld  verrichte  zwei  ganz  verschiedene  Funktionen:  als
Maß  der  Werte  sei  es  die  gesellschaftliche  Inkarnation  der  menschlichen ­
  Arbeit,  als  Maßstab  der  Preise  dagegen  ein  festgesetztes
Metallgewicht;  als  Maß  der  Werte  verwandle  es  die  Werte  der
Waren  in  vorgestellte  Goldmengen,  nämlich  in  Preise,  als  Maßstab
der  Preise  messe  es  diese  Goldmengen.
Die  einfache  Warenzirkulation  diene  nur  der  menschlichen  Bedürfnisbefriedigung. ­
  Durch  das  Dazwischentreten  des  Geldes  entstehe ­
  aber  in  diesem  eine  eigene  Umlaufsbewegung,  so  daß  sich
Warenzirkulation  und  Geldzirkulation  gegenüberstehen  und  vielfach
kreuzen.  Bei  der  Geldzirkulation  werde  aber  von  dem  Einzelnen
immer  mehr  Geld  herausgenommen,  als  hineingeworfen  wurde.
Der  für  die  Warenproduktion  vorgeschossene  Wert  erhalte  sich  nicht
nur,  sondern  vermehre  sich,  setze  einen  Mehrwert  zu.  Marx
untersucht  nun  die  Entstehung  dieses  Mehrwertes.  Die  kapitalistische
Produktionsweise  trenne  den  Kapitalisten,  der  über  die  Produktionsmittel ­
  verfügt,  von  dem  Arbeiter,  der  seine  Arbeitskraft  nur  verwerten ­
  kann,  indem  er  sie  dem  Kapitalisten  verlaust.  Die  Minimalgrenze ­
  des  Wertes  der  Arbeitskraft  werde  gebildet  durch  den  Wert
jener  Warenmasse,  ohne  deren  tägliche  Zufuhr  der  Mensch  als
Träger  dieser  Arbeitskraft  nicht  leben  kann,  also  durch  den  Wert
der  physisch  unentbehrlichen  Lebensmittel.  Der  eigentümliche
Charakter  der  Arbeitskraft  als  Ware  aber  sei  es,  daß  mit  dem
Abschluß  des  Kaufvertrages  der  Gebrauchswert  noch  nicht  in  die
Hände  des  Käufers  übergegangen  ist,  denn  dieser  Gebrauchswert
besteht  erst  in  der  nachträglichen  Kraftäußerung.  Da  aber  der
Kapitalist  alleiniger  Herr  des  später  erzeugten  Produktes  ist,  so
gelingt  es  ihm,  aus  dem  Arbeiter  mehr  Arbeitskraft  herauszuziehen,
als  er  ihm  bezahlt  hat.  Nehmen  wir  an,  die  zur  Erhaltung  des
Arbeiters  notwendigen  Lebensmittel  repräsentieren  sechs  Stunden
gesellschaftlich  notwendiger  Arbeitszeit  oder,  in  Geld  ausgedrückt,
drei  Mark.  Der  Arbeiter  kann  also  seine  Arbeitskraft  schon  für
drei  Mark  täglich  verkaufen.  Der  Kapitalist  ist  nun  in  der  Lage,
dem  Arbeiter  täglich  nur  drei  Mark  zu  zahlen,  ihn  aber  nicht  sechs,