2.  Die  Kostentheorien.

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daß  das  reine  Kaufmannskapital  nicht  Mehrwert  erzeugt,  an  der
in  einem  Lande  geschaffenen  Gesamtmasse  des  Mehrwertes  aber  in
gleichem  Verhältnis  mit  dem  industriellen  Kapital  teilnimmt.
Somit  erhalten  wir  verschiedene  Werte  und  Preise.  Der  Kostpreis ­
  (e  +  v)  bietet  dem  Kapitalisten  nur  den  Ersatz  der  tatsächlichen ­
  Kapitalsauslagen.  Der  Produktionspreis  ergibt  sich  aus
dem  Kostpreis  unter  Zuschlag  des  Durchschnittsprofits  nach  dem
zu  bestimmter  Zeit  und  an  bestimmtem  Ort  geltenden  Perzentverhältnis ­
  (o  +  v  +  p).  Davon  sei  aber  wieder  zu  unterscheiden
der  Marktwert  und  der  Marktpreis.  Innerhalb  eines  Produktionszweiges ­
  gleichen  sich  die  durch  die  Verschiedenheit  der  Produktionskosten ­
  in  den  einzelnen  Unternehmungen  gegebenen  individuellen
Warenwerte  infolge  der  gegenseitigen  Konkurrenz  zu  einem  Durchschnittswert ­
  innerhalb  dieser  Produktionssphäre  aus;  das  sei  der
Marktwert.  Nun  stehen  aber  die  Marktwerte  der  Waren  verschiedener ­
  Produktionszweige  auch  unter  einander  in  Konkurrenz
bezüglich  ihres  Anteiles  an  dem  allgemeinen  Profit.  Da  kann  es
nun  vorkommen,  daß  in  einem  Produktionszweige  der  tatsächliche
Marktpreis  über  oder  unter  dem  Marktwerte  steht,  im  allgemeinen
würde  aber  der  Durchschnitt  der  wirklichen  Marktpreise  mit  dem
Marktwerte  zusammenfallen.
e)  Die  neueren  ttostentheorien.
Eine  bemerkenswerte  Modifikation  der  Arbeitswerttheorie  hat
Leo  von  Buch  (Intensität  der  Arbeit,  Wert  und  Preis  der
Waren.  Leipzig  1896)  vorgenommen.  Er  stimmt  mit  Marx  darin
überein,  daß  die  wertbildende  Substanz  aller  Waren  die  in  ihnen
verkörperte  abstrakt  menschliche  Arbeit  ist,  meint  aber,  daß  für  die
Wertgröße  nicht  bloß  die  Dauer,  sondern  auch  die  Intensität  der
zur  Herstellung  verausgabten  Arbeit  maßgebend  sei.  Unter  Arbeitsintensität ­
  sei  das  Verhältnis  der  Menge  der  behufs  Arbeitsverrichtung ­
  verausgabten  Energie  zur  Zeitdauer  der  Verausgabung
derselben  zu  verstehen.  Sie  werde  von  natürlichen  Verhältnissen
(Klima,  Vererbung  usw.),  aber  auch  von  sozialen  Bedingungen
(Bildung,  Ernährung,  Hygiene  usw.)  beeinflußt.  Marx  habe
Unrecht  mit  der  Behauptung,  daß  die  komplizierte  Arbeit  als  potenzierte ­
  einfache  Arbeit  zu  betrachten  sei,  so  daß  ein  kleineres  Quantum
komplizierter  Arbeit  einem  größeren  Quantum  einfacher  Arbeit
gleich  käme.  Die  Arbeit  des  gemeinen  und  des  geschickteren  Arbeiters
sei  ein  ganz  identischer  Prozeß;  deshalb  könne  auch  einfache  Arbeit