3.  Kritik  der  Kostentheorien.

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sondern  absichtlich  einen  Umweg  in  dem  Produktionsprozeß  eingeschlagen. ­
  Diesen  Umweg  wird  er  aber  doch  nur  dann  einschlagen,
wenn  er  sich  Hiewon  eine  Verringerung  des  gesamten  Aufwandes
verspricht,  wenn  also  z.  B.  bei  der  Erzeugung  des  Baumwollgewebes
  das  Endresultat  nicht  bloß  einen  Ersatz  der  aus  die  Herstellung ­
  von  Spinnmaschinen  und  Webstühlen  aufgewendeten  Arbeitszeit, ­
  sondern  einen  darüber  hinausgehenden  Erfolg  erwarten
läßt.  Die  vergangene  Arbeit  wird  in  einem  früheren  Produktionsprozeß ­
  nur  deshalb  aufgespeichert,  damit  sie  in  einem  späteren
ihre  Produktivität  entfalten  kann.  Niemand  würde  die  mit  der
Aufspeicherung  der  Arbeit  verbundenen  Zeitverluste  und  Gefahren
auf  sich  nehmen,  wenn  diese  Arbeit  dann  nur  ihr  eigenes  Äquivalent ­
  reproduzieren  würde.  Ricardo  meint,  eine  Maschine,  die
100  Arbeiter  ersetzt,  müsse  mit  weniger  Arbeitern  hergestellt  sein,
damit  für  einen  Unternehmergewinn  Raum  geschaffen  wird,  also
z.  B.  mit  85  Arbeitern.  Er  nimmt  aber  doch  an,  daß  die  im
Werte  mit  Einschluß  des  Unlernehmergewinnes  100  Arbeitern
gleichgesetzte  Maschine  soviel  schafft  wie  100  lebendige  Arbeiter.
Das  ist  aber  ein  ganz  unmöglicher  Fall.  Die  Herstellung  der
Maschine  ist  doch  nur  eine  Etappe  in  dem  auf  die  Herstellung
eines  Genußgutes  abzielenden  gesamten  Produktionsprozesse,
niemand  würde  sie  bauen,  wenn  er  damit  nicht  mehr  erreichen
könnte,  als  wenn  er  die  Menge  Arbeit,  welche  die  Maschine  gekostet ­
  hat,  direkt  auf  die  Herstellung  des  Genußgutes  verwendet
hätte.  Marx,  der  tiefer  in  die  Sache  eingedrungen  ist,  leugnet
denn  auch  nicht  die  durch  die  Herstellung  der  Produktionsmittel
herbeigeführte  Steigerung  der  Produktivität.  „Die  Steigerung  der
Produktivität  der  Arbeit  besteht  eben  darin,  daß  der  Anteil  der
lebendigen  Arbeit  vermindert,  der  der  vergangnen  Arbeit  vermehrt
wird,  aber  so,  daß  die  Gesamtsumme  der  in  der  Ware  steckenden
Arbeit  abnimmt;  daß  also  die  lebendige  Arbeit  um  mehr  abnimmt
als  die  vergangene  zunimmt"  (Bd.  III,  1.,  2.  Ausl.,  S.  343).
Er  erklärt  jedoch  die  vergangene  Arbeit  in  dieser  Wirkung  als
eine  ohne  menschliche  Arbeit  vorhandene  Naturkraft;  nur  der  tatsächliche ­
  Verbrauch  derselben  sei  ein  Kostenelement,  ihre  besondere
Produktivität  sei  eine  Gratisgabe  der  Natur.  Da  aber  die
Kapitalsgüter  ihren  Wert  nur  durch  den  Menschen,  nicht  durch  die
äußere  Natur  erhalten,  erarbeitet  und  erspart  werden,  um  eine
Steigerung  der  Produktivität  zu  erzielen,  eben  deshalb  auch  nicht
im  Überflüsse  vorhanden  und  frei  zugänglich  sind,  so  dürfen  sie