3.  Kritik  der  Kostentheorien.

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dem  in  dem  betreffenden  Unternehmen  oder  Industriezweig  gebildeten ­
  Mehrwert  identisch  isst  sondern  sich  in  jedem  Lande  aus
dem  Verhältnis  zwischen  dem  gesamten  Mehrwert  und  dem  gesamten
Kapitale  ergibst  daher  als  Durchschnittsprofit  nichtbloß  dem  für  Arbeitslohn ­
  verausgabten  variablen  Kapital,  aus  dem  er  in  Wirklichkeit  hervorgehst ­
  sondern  dem  gesamten  im  Produktionsprozesse  vorgeschossenen
Kapital  zugerechnet  wird.  Wenn  eine  Maschine  beim  Eintritt  in
den  Produktionsprozeß  1200  F  wert  ist  und  sich  in  jedem  Produktionsprozeß ­
  mit  20  K  abnützt,  so  existiere  dieser  Wert  nach
Abschluß  des  ersten  Produktionsprozesses  in  zwei  Gestalten:  20  F
seien  Teil  des  Warenwertes  geworden,  1180  K  stecken  als
restierender  Wert  in  der  Maschine.  Werden  noch  380  F  für
Produktionsstoffe  und  100  F  für  Arbeitslöhne  ausgegeben,  so  sei
der  Kapitalsvorschuß  =  fixes  Kapital  1200  +  zirkulierendes  Kapital ­
  480  (380  für  Produktionsstoffe  und  100  für  Arbeitslöhne) ­
  =  1680  F,
der  Kostpreis  =  Abnutzung  des  fixen  Kapitals  20  -st  zirkulierendes
Kapital  480  =  500  F.
Wenn  der  Mehrwert  100  °/o,  also  hier  100  e £  beträgt,  so
bilde  dieser  Mehrwert  einen  Bestandteil  des  Warenwertes,  der  sich
somit  auf  500  -st  100  £  stellen  wird.  Dieser  Mehrwert  werde
aber  auf  das  ganze  vorgeschossene  Kapital  bezogen  und  ihn,  als
Gewinn  zugerechnet,  so  daß  also  diese  100  F  als  Gewinn  von
1680  £  erscheinen.  Über  die  Höhe  dieser  Zurechnung,  also  des
Kapitalgewinns,  entscheide  aber  nicht  der  Erfolg  des  einzelnen
Unternehmens,  sondern  der  allgemeine  Durchschnittsprofit,  so  daß
auch  Marx  schließlich  bei  der  alten  Formel  landet:  Warenwert  —
Kapitalsverbrauch  -st  Durchschnittsgewinn.  Der  Fehler  liegt  jetzt
in  der  Berechnung  des  Durchschnittsprofits,  denn  da  auch  seiner
Meinung  nach  mit  fortschreitender  Industrialisierung  das  fixe
Kapital  gegenüber  dem  zirkulierenden  rasch  zunimmt,  so  gelangt
man  zu  der  Folgerung,  daß  immer  weniger  Gewinn  geschaffen,
gleichzeitig  aber  auf  eine  immer  größere  Masse  von  Kapital  verteilt ­
  wird.  Das  ist  ein  Widerspruch,  denn  eine  Verringerung  des
Gewinnes  kann  doch  kein  Anreiz  sein  zu  einer  Entwicklung,  wie
sie  zweifellos  vorliegt.  Zwar  kann  die  Verwendung  der  Maschine
das  Ausbeutungsverhältnis  verschärfen,  indem  der  Arbeiter  nunmehr
in  kürzerer  Arbeitszeit  die  zu  seiner  Erhaltung  notwendige  Arbeit
leistet  und  demnach  stärker  zur  Bildung  von  Mehrwert  heran-