4.  Die  Nutzentheorien.

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aber  nur  ausgesprochen,  daß  die  Preishöhe  im  Niveau  der  Wertschätzungen ­
  der  Grenzpaare  liegt.  Es  sei  nun  die  Frage  zu  beantworten, ­
  von  welchen  Umständen  es  abhänge,  ob  das  Schätzungsniveau ­
  der  Grenzpaare  selbst  hoch  oder  ties  zu  liegen  komme.  Da
sei  von  Einfluß  1.  die  Zahl  der  auf  die  Ware  gerichteten  Begehrungen ­
  („Umfang  der  Nachfrage")  und  2.  die  Höhe  der  Schätzungsziffern ­
  auf  Seite  der  Kauflustigen  („Intensität  der  Nachfrage").
Diese  Schähungsziffern  seien  aber  keine  absoluten  Größen,  sondern
Verhältniszahlen,  gewonnen  aus  dem  Vergleich  der  Schätzung  von
Ware  und  Preisgut  (Geld)  in  jedem  einzelnen  Falle.  Man  müsse
also  bei  2  statt  der  Schätzungsziffern  einsetzen:  a)  die  subjektive
Wertschätzung  der  Ware  durch  die  Kauflustigen,  und  b)  die  subjektive ­
  Wertschätzung  des  Preisgutes  durch  die  Kauflustigen,  die
sich  nach  dem  Grad  ihrer  Wohlhabenheit  richtet.  Weitere  Bestimmungsgründe ­
  der  Preishöhe  seien:  3.  die  Zahl,  in  der  die
Ware  feil  ist  („Umfang  des  Angebotes")  und  4.  die  Höhe  der
Schätzungsziffern  auf  Seite  der  Verkauflustigen  („Intensität  des
Angebotes").  Dieser  letztere  Bestimmungsgrund  läßt  sich  wieder
in  einfachere  Faktoren  zerlegen,  nämlich  a)  die  subjektiven  Wertschätzungen ­
  der  Ware  durch  die  Verkauflustigen,  und  b)  die  subjektiven ­
  Wertschätzungen  des  Preisgutes  durch  die  Verkauflustigen.
Da  heutzutage  die  meisten  Verkäufe  durch  berufsmäßige  Produzenten ­
  und  Händler  stattfinden,  die  von  ihrer  Ware  einen  für  ihre
persönlichen  Bedürfnisse  ganz  unverwendbaren  Überfluß  besitzen,  so
ist  die  Schätzungsziffer  der  Verkäufer  nahezu  Null;  infolgedessen
wird  die  Preishöhe  im  praktischen  Leben  bloß  durch  die  Wertschätzungen ­
  der  Kaufpartei  begrenzt  und  bestimmt.  „Und  insofern
kann  man",  schließt  Böhm-Bawerk,  „für  den  großen  volkswirtschaftlichen ­
  Marktverkehr  mit  ausreichender  Genauigkeit  behaupten, ­
  daß  der  Marktpreis  bestimmt  wird  durch  die  SchätzungsZiffer ­
  des  letzten  Käufers."
Später  haben  die  Grenznutzentheoretiker  die  schroffe  Einseitigkeit ­
  ihrer  Lehre  zu  mildern  gesucht.  Zuckerkand!  (Art.  „Preis"
im  Handwörterbuch  der  Staatswissenschaften,  VI.  Bd.,  3.  Ausl.)
erklärt  nur  den  Satz  der  Kostentheorie  für  verfehlt,  daß  Tauschwert
und  Preis  aus  den  Kosten  zu  erklären  sind,  weil  umgekehrt  die
Kostenelemente  ihren  Wert  und  Preis  aus  dem  der  Güter  erster
Ordnung  ableiten,  bei  deren  Produktion  sie  mitwirken.  Richtig
aber  sei,  daß  in  der  Volkswirffchaft  Tendenzen  wirksam  sind,  um
die  Übereinstimmung  der  Preise  der  in  freier  Konkurrenz  hergestellten.