100  n.  Die  Bestimmung  des  Wertes  nach  den  bisherigen  Theorien.

steigern,  wenn  auch  diese  Grenze  weit  jenseits  der  gewöhnlichen
Produktenmenge  liegen  mag".  Sie  ist  ferner  durchaus  konvex,  d.  h.
jede  folgende  Tangente  ist  steiler  gestellt  als  alle  vorhergehenden,
weil  ein  Mehrquantum  um  so  größere  Mehrkosten  verursacht,  je
größer  die  Jahresproduktion  ist,  zu  der  dieses  Mehrquantum  hinzutreten ­
  soll;  bei  gegebenen  Maschinen  und  unverändertem  Personale
werde  jede  Mehrleistung  kostspieliger,  weil  sie  mühsamer  sei;  durch
rechtzeitige  Betriebsänderungen  können  diese  Einflüsse  nur  abgeschwächt, ­
  aber  nicht  ausgehoben  werden.  Die  Nützlichkeit  oder
der  Gebrauchswert  lasse  sich  an  der  höchsten  Anstrengung  oder  der
größten  Geldsumme  bemessen,  welche  die  Konsumenten  für  die  Warenmenge ­
  ohne  Nachteil  aufwenden  können.  Trage  man  die  verschiedenen ­
  möglichen  Mengen  des  Jahreskonsums  horizontal  und
die  entsprechenden  Nützlichkeiten ­
  vertikal  auf,  so  erhalte ­
  man  durchVerbindung
der  so  bestimmten  Punkte
die  Nützlichkeitskurve  OK
(siehe  nebenstehend).
Diese  Kurve  entspringt
M  ebenfalls  im  Nullpunkte,
denn  die  Nützlichkeit  der
Jahresmenge  Null  kann
ebenfalls  nur  gleich  Null
M  sein.  Sie  verläuft  zuerst
ansteigend,  erreicht  einen
Scheitelpunkt  und  fällt  dann  wieder  ab,  denn  die  Nützlichkeit  nehme
nur  bis  zu  einer  gewissen  Grenze  zu;  sei  die  volle  Befriedigung
erreicht,  die  durch  die  ganze  Länge  der  Abszisse  gekennzeichnet  ist,  so
werde  der  Verbrauch  gar  nicht  mehr  angenehm,  sondern  nachteilig
empfunden,  weshalb  sich  die  Kurvenlinie  weiter  abfallend  fortsetzt.
Sie  muß  schließlich  absteigend  gegen  eine  vertikale  Asymptote  verlaufen, ­
  weil  der  Verbrauch  eines  Artikels  nicht  über  eine  gewisse
endliche  Menge  hinaus  gesteigert  werden  kann.  Sie  ist  ferner  durchaus ­
  konkav,  d.  h.  jede  folgende  Tangente  ist  flacher  gestellt  als  alle
vorhergehenden,  denn  die  durch  ein  Mehrquantum  erzielte  Mehrnützlichkeit ­
  wird  immer  geringer,  weil  nach  einem  allgemeinen
physiologischen  Gesetz  ein  hinzutretender  kleiner  Reiz  um  so  schwächer
wirke,  je  mehr  gleichartige  Reize  schon  vorangegangen  sind.
Aus  diesen  beiden  Kurven  leiten  Auspitz  und  Lieben  zwei