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III.  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

standeten  Ausdrücken  wird  aber  doch  offenkundig  nicht  auf  eine
absolute,  sondern  immer  nur  auf  eine  relative  Veränderung  Bezug
genommen.  Wenn  jemand  behauptet,  daß  die  Nachfrage  größer
ist  oder  überwiegt,  so  läßt  er  doch  beide  Möglichkeiten  offen,  sowohl
die,  daß  die  Nachfrage  bei  gleichbleibendem  Angebot  gestiegen,  als
auch  die,  daß  das  Angebot  bei  gleichbleibender  Nachfrage  gesunken
ist.  In  beiden  Fällen  werden  die  Preise  steigen,  wenn  unter  Angebot ­
  und  Nachfrage  tatsächlich  alle  beeinflussenden  Momente  zusammengefaßt ­
  worden  sind.
Neumann  bestreitet  schließlich,  daß  unter  Angebot  und  Nachfrage
  „wirklich  die  Gesamtheit  der  auf  die  Preisgestaltung  influierenden
  Momente  zusammengefaßt"  wird,  weil  „daneben  auch
z.  B.  Klugheit,  Umsicht  und  Geschicklichkeit  der  am  Preiskampf  Beteiligten, ­
  ferner  die  überkommenen  Preisgestaltungen  und  daneben
noch  viele  andere  Momente,  wie  namentlich  manche  allein  in  den
Kosten  vor  sich  gehende,  Angebot  und  Nachfrage  gar  nicht  berührende
Änderungen"  mitbestimmend  sind.  Die  persönlichen  Eigenschaften
der  Käufer  und  Verkäufer  kommen  aber  in  der  Intensität  des  Angebots ­
  und  der  Nachfrage  zum  vollen  Ausdruck,  ebenso  die  überkommenen ­
  Preisgestaltungen,  die  doch  nur  zu  den  psychologischen
Voraussetzungen  für  die  Beurteilung  der  gegenwärtigen  Preislage
gehören.  Die  Veränderungen  in  den  Kosten  sind  aber  nichts  anderes
als  Veränderungen  in  den  Mengen,  zumal  der  Preis  nicht  bloß
von  den  gegenwärtigen,  sondern  auch  von  den  künftig  angebotenen
Warenmengen  abhängt.  Neumann  führt  als  Beispiel  die  Kostensteigerung ­
  von  auf  Bestellung  gearbeiteten  Dienstanzügen  gewisser
Beamtenkategorien  an.  „Steigen  die  Produktionskosten  dieser  Anzüge, ­
  so  wird  der  Preis  regelmäßig  in  die  Höhe  gehen,  obwohl
sich  bezüglich  des  Angebots  und  der  Nachfrage  kaum  etwas  ändert.
Denn  begehrt  werden  solche  Anzüge  nach  Maßgabe  des  Aufrückens
in  die  bezüglichen  dienstlichen  Stellungen.  Und  dieses  Aufrücken
ist  von  jenen  Kostenveränderungen  unabhängig.  Angeboten  aber
werden  solche  Anzüge  überhaupt  nicht,  sondern  nur  auf  Bestellung
gearbeitet."  Die  Preissteigerung  in  diesem  Falle  ist  so  zu  erklären,
daß  zu  den  alten  Preisen  keine  angebotene  Warenmenge  vorhanden
gewesen  wäre;  denn  hätte  der  Lieferant  einen  Konkurrenten,  der  zu
den  alten  Preisen  liefern  könnte,  so  wäre  die  Preiserhöhung  eben
nicht  durchführbar.  Geradezu  komisch  wirkt  aber  die  Behauptung,
daß  diese  Anzüge  überhaupt  nicht  angeboten  werden,  weil  sie  auf
Bestellung  geliefert  werden;  denn  es  ist  doch  klar,  daß  der  Preis