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III.  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

an  Gummireifen  aufwies,  ist  für  Kautschuk  eine  Verbraucherschichte,
und  zwar  eine  solche  mit  dem  höchsten  Gebrauchswerte  hinzugetreten,
da  eine  Erhöhung  des  Preises  für  Gummireifen  nicht  so  bald  von
der  Anschaffung  eines  Automobils  abhalten  wird.  Der  Kautschukpreis, ­
  der  in  normalen  Zeiten  4  8h  für  das  englische  Pfund  betrug,
konnte  nunmehr  auf  das  Dreifache  steigen  und  danrit  eine  Höhe  erreichen, ­
  die  der  sonstige  Verbrauch  in  Kautschuk  nicht  ermöglicht
hätte,  weil  er  stark  zurückgegangen  wäre.
Der  zweite  Fall  läßt  sich  fast  täglich  auf  dem  großen  Gebiete
der  industriellen  Erzeugnisse  erkennen.  Wenn  die  Produzenten,  und
zwar  besonders  bei  neuen  Erfindungen,  erkennen,  daß  eine  große
Schichte  von  Verbrauchern  vorhanden  ist,  für  welche  der  Tauschwert
ihres  Erzeugnisses  zu  hoch  ist,  so  machen  sie  alle  Anstrengungen,
um  durch  Herabsetzung  der  Produktionskosten,  der  Transportkosten
oder  anderer  Elemente  der  Preisbildung  diese  niedrigere  Grenze
des  Gebrauchswertes  zu  erreichen.  Zu  betonen  ist,  daß  die  Schichtung ­
  der  Gebrauchswerte  weder  über  noch  unter  der  Grenze  des
Tauschwertes  eine  regelmäßige  ist,  wie  dies  zuweilen  angenommen
wurde.  Der  Zonentarif  auf  den  ungarischen  Eisenbahnen  wurde
seinerzeit  mit  dem  Satze  motiviert,  daß  die  Anzahl  der  Personenkilometer ­
  im  quadratischen  Verhältnis  mit  der  Herabsetzung  des
Tarifes  steigt.  Ambrozövics*)  hat  dann  die  allgemeine  Behauptung ­
  aufgestellt,  daß  der  Konsum  im  quadratischen  Verhältnis
mit  der  Billigkeit  wächst,  und  diese  in  folgender  Weise  theoretisch
zu  begründen  versucht.  Der  absolute  Wert  eines  Gegenstandes
ändere  sich  im  geraden  Verhältnis  mit  dem  Bedarf  und  im  umgekehrten ­
  Verhältnis  mit  dem  Vorrat;  je  größer  der  Bedarf  bei
gleichbleibendem  Vorrat,  desto  größer  der  Wert,  und  je  größer  der
Vorrat  bei  gleichbleibendem  Bedarf,  desto  kleiner  sei  der  Wert  gegenüber ­
  jenem,  der  sich  bei  Gleichheit  von  Vorrat  und  Bedarf  ergeben
würde.  Mathematisch  ausgedrückt  sei  der  Wert  P,  wenn  N  den
N
Bedarf  und  A  den  Vorrat  bezeichnet:  P  =  j.  Der  Preis  habe
denselben  Einfluß  aus  die  wirtschaftlichen  Subjekte  wie  in  der
physischen  Welt  die  Distanz  auf  die  Körper  habe:  auf  kleine  Entfernungen ­
  sei  die  Anziehung  groß,  nehme  aber  auf  größere  im
quadratischen  Verhältnis  ab.  Dieses  wirtschaftliche  „Gesetz"  wurde
mit  dem  lltewtonschen  Gravitationsgesetz  in  eine  Reihe  gestellt.
tz  BälaAmbrozävics,  Das  Verhältnis  zwischen  Preis  und  Konsumtion,
beziehentlich  Produktion.  Wien  1898.