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III.  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

hinausgehen,  dem  Käufer  eine  besonders  günstige  Kaufgelegenheit
vor  Augen  zu  führen.  Preiserstellungen  in  der  Form  1,90  Kronen,
2,95  Mark  usw.  sollen  den  Preis  niedriger  erscheinen  lassen  als  er
tatsächlich  ist,  indem  die  Ziffer  der  höchsten  herangezogenen  Geldeinheit ­
  bis  nahe  an  die  höhere  Grenze  ausgenutzt  wird.  Unter
primitiven  Handelsverhältniffen  setzt  der  Verkäufer  den  Preis  bei
der  ersten  Nennung  sehr  hoch  an  („schlägt  auf"),  um  durch  Nachlässe ­
  im  Laufe  der  weiteren  Verhandlungen  das  Geschäft  als  ein
für  den  Käufer  sehr  günstiges  hinstellen  zu  können.  Mit  fortschreitender ­
  Entwicklung  überlebt  sich  diese  Methode,  denn  der
Käufer,  der  sie  einmal  durchschaut  hat,  fürchtet,  daß  er  im  Verhandeln ­
  doch  nicht  so  zäh  sein  und  daher  teurer  einkaufen  wird  als
die  anderen,  zumal  auch  die  Zeit  zum  Verhandeln  fehlt;  infolgedessen
bürgern  sich  die  festen,  auf  jeder  Ware  ersichtlichen  und  nicht  mehr
in  Geheimschrift  vermerkten  Preise  ein.  Die  vielfach  bei  Brot,  in
Österreich  auch  bei  Eiern  übliche  Art  der  Preiserstellung,  indem
für  einen  gewohnheitsmäßig  feststehenden  Geldbetrag  eine  nach  der
Marktlage  schwankende  Menge  Ware  gegeben  wird  (z.  B.  für  eine
Krone  15  Eier,  11  Eier  usw.),  beruht  auf  der  Erwägung,  daß  im
einzelnen  Haushalte  die  Veränderung  der  gekauften  Warenmenge
nicht  so  empfindlich  wirkt  als  die  des  auszugebenden  Geldbetrages.
Die  großen  Warenhäuser  geben  zeitweise  einzelne  Artikel  besonders
billig  ab  („Lockvögel"),  um  überhaupt  Käufer  in  das  Warenlager
zu  locken,  weil  sie  dessen  Wirkung  besonders  auf  Frauen  kennen.
Die  Veranstaltung  von  Ausverkäufen,  Gelegenheitsverkäufen,  Serienverkäufen ­
  („weiße  Woche")  soll  die  Kaufgelegenheit  lebhaft  vor
Augen  führen  und  die  Neugierde  erregen.  Gute  Waren  werden
als  fehlerhast  oder  als  Abfall  ausgegeben,  weil  dann  der  für  die
gute  Ware  berechnete  Preis  als  ein  billiger  Gelegenheitspreis  erscheint; ­
  so  werden  in  Teppichen  Musterfehler  gezeigt,  die  gar  nicht
vorhanden  sind;  Stücke  Stoff  werden  zerschnitten,  dainit  die  Teile
als  Reste  verkauft  werden  können;  Schokoladetafeln  werden  absichtlich ­
  zerschlagen,  weil  Abfall  willige  Aufnahnie  findet  usw.
4.  Die  Verfügbarkeit  an  Geld  in  der  Volkswirtschaft.
Erster  Ersahrungssatz:  Nicht  die  Menge  des  überhaupt ­
  ausgegebenen,  sondern  nur  die  Menge  des  umlaufenden ­
  oder  vielmehr  in  Bargeldvorräten  um  laufsbereiten ­
  Geldes  ist  für  dessen  Verfügbarkeit  innerhalb
einer  Volkswirtschaft  entscheidend.