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III.  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

zeichnet  hatte.  Der  amerikanis  che  Nationalökonom  JrvingFisher
hat  schließlich,  indem  er  auch  auf  Geld  sparende  Einrichtungen
Rücksicht  nehmen  wollte,  geradezu  eine  mathematische  Formel  für
die  Quantitätstheorie  konstruiert').  Nach  ihm  wird  das  allgemeine
Preisniveau  P  durch  5  und  zwar  ausschließlich  durch  5  Faktoren
bestimmt,  nämlich  durch  die  Menge  des  umlaufenden  Geldes  M,
durch  die  Umlaufsgeschwindigkeit  desselben  V,  d.  h.  durch  die  Zahl
der  Zahlungsakte,  welche  mit  Hilfe  des  Geldes  in  einem  Jahre  bewerkstelligt ­
  werden,  ferner  durch  die  Höhe  der  Bankdepots,  welche
zur  Auszahlung  von  Schecks  bestimmt  sind  M'  und  die  Geschwindigkeit ­
  ihrer  Umsätze  V,  nämlich  die  Zahlungsakte,  zu  welchen  sie  im
Taufe  eines  Jahres  verwendet  werden,  und  schließlich  durch  die
Gesamtheit  der  Warenumsätze,  welche  mit  Hilfe  des  Geldes  und
der  Bankdepots  durchgeführt  werden.  Daraus  ergebe  sich  die
Gleichung  (equation  of  exchange)  MV  +  M'V'  =  PT.  In  dieser
Gleichung  repräsentiert  MV,  nämlich  Menge  X  Umlaufsgeschwindigkeit ­
  des  Geldes  den  jährlichen  Geldaufwand  der  Volkswirtschaft
(tbe  total  expenclitnre  ok  money  per  annum),  M'V',  nämlich
Menge  X  Umlaufsgeschwindigkeit  der  Scheckdepots  den  jährlichen
Scheckaufwand  (the  total  expenditure  by  check  per  annum),
so  daß  sich  aus  MV  +  M'V'  die  Gesamtheit  der  verfügbaren  Umlaufsmittel ­
  ergibt.  Auf  der  rechten  Seite  der  Gleichung  steht  der
Gesamtwert  der  gekauften  Waren,  gesunden  durch  Multiplikation
der  Menge  und  des  Preises  der  Waren.  Das  Preisniveau  P  (price
level)  sei  die  Indexnummer  für  die  Preise  des  betreffenden  Jahres,
stelle  die  Kaufkraft  einer  Geldeinheit  dar  und  berechne  sich  in  folgender ­

  Weise:  P  =

MV  +  M'V'
T

Dieser  Theorie  liegt  eine  unrichtige  Vorstellung  vom  Geldumläufe ­
  zugrunde.  Der  Warentausch,  den  die  Bedürfnisbefriedigung
erfordert,  zerfällt  mit  dem  Dazwischentreten  des  Geldes  in  zwei
räumlich  und  zeitlich  trennbare  Teile:  einen  Verkauf  der  eigenen
Ware  gegen  das  Tauschmittel  (Geld)  und  einen  Kauf  der  fremden
Ware  gegen  das  gleiche  Tauschmittel.  Da  die  Hingabe  des  Tauschmittels ­
  die  Zahlung  ist,  so  ergeben  sich  aus  den  Tauschakten  zahlreiche ­
  untereinander  zusammenhängende  Zahlungsakte.  Die  seit  der
klassischen  Nationalökonomie  herrschende  Anschauung  setzt  nun  die
Menge  der  vorhandenen  Tauschmittel  zu  der  Menge  der  vorhandenen

ff  Irving  Fisher,  The  Purchasing  Power  of  Money.  Neuyork  1911.