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III.  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

betroffen.  Eine  Verminderung  in  den  Löhnen  der  Arbeiter  macht
sich  daher  auf  dem  beteiligten  Markte  sofort  in  aller  Schärfe  fühlbar.
Je  größer  die  Wohlhabenheit  der  Bevölkerung,  desto  zäher  wird  der
einzelne  Haushalt  an  den  einmal  angenommenen  Bedarfsgewohnheiten ­
  festhalten  und  aus  sozialen  Gründen  auch  festhalten  müssen.
Da  kann  es  nun  sein,  daß  eine  Verminderung  des  Einkommens
keinen  oder  nur  einen  geringen  Einfluß  auf  die  Kaufkraft  übt  und
lediglich  die  Kapitalbildung  schmälert.  So  ist  es  nach  den  Ausweisen ­
  der  Banken  und  Sparkassen  zweifellos,  daß  die  auffallende
Teuerung  der  Lebensmittel  der  letzten  Jahre,  die  einer  allgemeinen
Einkommensminderung  gleichzustellen  ist,  zwar  stellenweise  einen
Rückgang  in  den  Ausgaben  für  Fleisch,  Kleidungen  usw.  herbeigeführt ­
  hat,  am  schärfsten  aber  in  einer  Abnahme  der  Spareinlagen
zum  Ausdruck  kam.  Zwar  wurde  ein  Teil  der  Spareinlagen
Spekulationszwecken  dienstbar  gemacht,  blieb  also  Kapital,  aber
diese  Umwandlung  war  selbst  vielfach  eine  Folge  der  Teuerung,
weil  sie  als  ein  Mittel  erschien,  durch  Vergrößerung  des  Einkommens ­
  die  Verteuerung  des  Lebensunterhalts  zu  kompensieren.
Die  Beschaffenheit  der  Bedarssbefriedigung  ist  verschieden  nach
den  Einkommensverhältnissen  der  einzelnen  Bevölkerungsschichten
und  der  einzelnen  Wirtschaftsgebiete.  Verschlechtern  sich  die  Einkommensverhältnisse, ­
  so  wirkt  dies  am  schärfsten  auf  die  Nachfrage
nach  leichter  entbehrlichen  Luxuswaren,  während  der  Bedarf  an
solchen  Gütern,  die  unter  das  Existenzminimum  fallen,  den  hartnäckigsten ­
  Widerstand  entgegensetzt.  Stach  dem  deutsch-französischen
Kriege  nahm  der  Kaffeekonsum  in  Frankreich  ab.  Der  Brotkonsum
bleibt  aber  auch  in  schlechten  Zeiten  ziemlich  gleich,  kann  sogar  eine
Steigerung  erfahren,  weil  möglicherweise  kostspieligere  Nahrungsmittel ­
  durch  billigere  ersetzt  werden,  also  vielleicht  Fleisch  teilweise
durch  Brot  verdrängt  wird.  Bei  einer  Verbesserung  der  Einkommensverhältnisse ­
  wird  die  Nachfrage  am  ehesten  nach  solchen  Waren
steigen,  die  in  den  breitesten  Schichten  der  Bevölkerung  als  Mittel
zur  Verbesserung  der  Lebenshaltung  empfunden  werden.  In  England ­
  hat  die  Einführung  der  staatlichen  Altersversorgung  im
Jahre  1911  eine  Steigerung  des  Teekonsums  zur  Folge  gehabt.
Bemerkenswerte  Verschiebungen  können  auch  deshalb  eintreten,  weil
wohlhabende  Leute  einen  relativ  größeren  Aufwand  für  persönliche
Dienstleistungen  benötigen,  für  Bestellung  von  Dienerpersonal,  für
Beschäftigung  von  Künstlern  usw.,  während  ärmere  Leute  mehr
Freude  am  Sacherwerb  finden.  Je  ärmer  ein  Land,  desto  wichtiger