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III.  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

Die  Bezüge  aus  dem  Auslande  erfolgen  nicht  durch  die  letzten  Verbraucher, ­
  sondern  durch  Händler,  deren  Vorräte  nur  dann  und
so  weit  die  Preise  beeinflussen,  als  sie  zum  Verkaufe  tatsächlich
ausgeboten  werden.  Bei  entsprechender  Kapitalskraft  können  aber
die  Händler  dieses  Ausgebot  regeln;  sie  werden  zurzeit  beabsichtigter
Einkäufe  im  Jnlande,  z.  B.  zurzeit  der  Jnlandsernte,  Vorräte  abstoßen, ­
  um  die  Preise  zu  drücken,  in  der  übrigen  Zeit  aber  mit  der
Abgabe  vorsichtig  sein,  um  das  Preisniveau  nicht  zu  erschüttern.
So  kommt  es,  daß  die  bei  oberflächlicher  Betrachtung  bestechende
Idee,  die  Inlandspreise  durch  eine  Skala  gleitender  Einfuhrzölle
zu  regeln,  so  daß  bei  steigendein  Preis  der  Zoll  automatisch  fällt
und  umgekehrt,  in  der  Praxis  sich  niemals  bewährt  hat,  wie  dies
seinerzeit  die  Erfahrungen  mit  den  gleitenden  Getreidezöllen  in
England,  Frankreich  und  Belgien  und  auch  neuestens  die  Beobachtungen ­
  bei  vorübergehenden  Aushebungen  oder  Ermäßigungen  von
Zöllen  für  landwirtschaftliche  Artikel,  z.  B.  bei  der  Suspension  des
Kartosfelzolles  in  Deutschland  im  Jahre  1912,  dargetan  haben.
Auf  der  Unterscheidung  zwischen  Markt  und  Gebiet  beruhen
schließlich  die  zahlreichen  Maßnahmen  einzelner  Verkäufer  und  ihrer
Organisationen  sowie  auch  der  öffentlich-rechtlichen  Körperschaften,
um  ein  Preisniveau  zu  erhalten  oder  zu  erhöhen.  Die  amerikanischen ­
  Getreidecorners  sind  nur  dadurch  möglich,  daß  sie  mit  Hilfe
der  Eisenbahnen  und  der  Elevatorgesellschaften  einen  lokalen  Markt
isolieren;  die  Eisenbahnen  können,  da  sie  durch  keine  Lieferfrist  gebunden ­
  sind,  die  Getreidetransporte  so  verzögern,  daß  der  Zweck
der  Zufuhr  vereitelt  wird;  die  Elevatorgesellschaften  aber  mieten
alle  verfügbaren  Lagerräume,  auch  wenn  sie  dieselben  tatsächlich
nicht  zur  Einlagerung  benutzen  können,  um  neue  Getreidezufuhren
abzuschließen.  Viele  Kartelle  regeln  den  Absatz  in  der  Weise,  daß
sie  monatlich  bestimmte  Perzentteile  der  Produktion  zum  Verkaufe
frei  geben,  „liberieren",  so  daß  also  nicht  die  Gesamtmenge  der
produzierten,  sondern  nur  der  freigegebenen  Waren  zu  Markte
kommt.  Die  Lohnpolitik  der  englischen  Gewerkvereine  bietet  analoge
Beispiele  auf  dem  Gebiete  der  Arbeitslöhne.  In  manchen  Fällen
hat  sich  sogar  der  Staat  veranlaßt  gesehen,  einen  hauptsächlich  für
den  Export  produzierten  Massenartikel  künstlich  vom  Markte  zurückzuhalten, ­
  um  eine  für  die  gesamte  Volkswirtschaft  nachteilige  Preissenkung ­
  hintanzuhalten;  die  zurückgehaltenen  Mengen  werden
dann  entweder  bei  günstiger  Marktlage  wieder  abgestoßen  oder
einer  anderen  als  der  üblichen  Verwendung  zugeführt  oder  sogar