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III,  Die  Analyse  des  Tauschwertes.

Ertrag  abwerfen  kann.  Banken  und  Sparkassen  berechnen  zwar
die  Zinsen  auf  das  eingelegte  Geld,  aber  doch  nur  deshalb,  weil
sie  dieses  Geld  in  Waren,  Häusern,  Fabriken  usw.  investiert  haben
und  auf  diese  Weise  einen  die  Verzinsung  übersteigenden  Ertrag
erzielen.  Das  Sachkapital  gliedert  sich  wieder  in  Anlagekapital,
das  dem  Produktionsprozeß  dauernd  gewidmet  ist  (Fabriken,
Maschinen),  und  Betriebskapital,  das  sich  in  jedem  Produktionsprozesse ­
  vollständig  aufzehrt  (Roh-  und  Hilfsstoffe).  Die  Schwankungen
der  Konjunktur  können  sich  nun  in  verschiedener  Richtung  geltend
machen.  Bei  steigender  Konjunktur  erfährt  der  Umwandlungsprozeß
von  Geld-  in  Sachkapital,  von  flüssigem  in  festes  Kapital,  eine
Beschleunigung,  und  zwar  gewöhnlich,  da  der  Mensch  künftige  Aussichten ­
  zu  überschätzen  pflegt,  eine  allzu  rasche.  Da  aber  verstärktes
Anlagekapital  die  Kosten  verbilligt,  so  wird  gerade  dieses  bevorzugt,
das  dadurch  für  mehrere  Produktionsprozesse  dauernd  festgelegt  ist.
Werden  die  Erwartungen  aus  irgendeinem  Grunde  getäuscht,  so
arbeitet  ein  höheres  Anlagekapital  weiter,  als  dies  durch  die
momentanen  Umstände  gerechtfertigt  wäre,  stellt  aber  damit  auch
bestimmte  Ansprüche  an  das  Betriebskapital.  In  solchen  Zeiten  der
„Geldknappheit"  muß  der  Produzent  oder  Händler  seine  Waren  früher
verkaufen,  als  er  dies  unter  normalen  Verhältnissen  getan  hätte.
In  der  modernen  Volkswirtschaft  spielt  dabei  der  Markt  für  Leihkapitalien ­
  eine  große  Rolle,  weil  mit  seiner  Hilfe  der  Kapitalmangel
des  einzelnen  Wirffchaftssubjektes  behoben  werden  kann.  Auf  diese
Weise  entstehen  aber  neue  Gefahren.  Den  größten  Fond  für  kurzfristige ­
  Leihkapitalien,  die  übrigens  auf  einem  Umwege  auch  für
langfristige  Investitionen  verwendet  werden  können,  besitzen  die
Zentralnotenbanken,  die  aber  außerdem  noch  das  Geldwesen  zu
regulieren  haben.  Wenn  eine  Zentralnotenbank  den  Zinsfuß  erhöhen ­
  muß,  um  den  Goldschatz  zu  hüten,  so  wird  dadurch  der  Markt
für  Leihkapitalien  ungünstig  beeinflußt,  weil  weniger  Wechsel  zur
Diskontierung  eingereicht  werden  können.  Die  übrigen  Banken  sind
wieder  durch  ihre  enge  Verbindung  mit  Aktiengesellschaften  auf  dem
Gebiete  der  Industrie  und  des  Verkehrs  gebunden.  So  wurde  in
letzter  Zeit  in  Österreich  eine  Baukrise  weniger  dadurch  hervorgerufen, ­
  daß  sich  der  Zinsfuß  erhöhte,  denn  durch  die  Erhöhung
der  Mietzinse  wird  die  Verteuerung  des  Kapitals  unter  Umständen
paralysiert,  als  vielmehr  durch  die  Geldentziehung  überhaupt,  weil
die  liierten  Unternehmungen  in  erster  Linie  unterstützt  werden  mußten.
Werden  Leihkapitalien  in  genügender  Menge  und  zu  erträglichem