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IV.  Der  internationale  Tauschwert.

zur  Abtretung  seiner  Unternehmung  oder  zu  einenr  Wechsel  seiner
Staatsangehörigkeit  zwingt,,  im  kapitalsreichen  Lande  die  Behinderung ­
  des  Kapitalsexports,  falls  davon  ein  Nachteil  für  den
heimischen  Unternehniungsgeist  befürchtet  wird.
Positive  Maßnahmen  des  Kapitalschutzes  sind  die  Begünstigung
der  Kapitalseinwanderung  in  bevölkerungsarmen  Gebieten,  die  sich
nur  mit  Hilfe  fremden  Kapitals  eine  regere  wirtschaftliche  Tätigkeit
erschließen  können,  sowie  die  Begünstigung  der  Kapitalsauswanderung
in  solchen  Ländern,  welche  sich  davon  einen  günstigen  Einfluß  auf
ihren  Warenexport  versprechen.
Negative  Maßnahmen  des  Arbeitsschutzes  sind  die  Behinderung
der  Auswanderung  in  Ländern,  welche  einen  Abfluß  notwendiger
Arbeitskräfte  befürchten,  und  die  Behinderung  der  Einwanderung
in  Ländern,  in  denen  das  von  der  heimischen  Arbeiterbevölkerung
geschaffene  Gleichgewicht  zwischen  Einkommen  und  Lebenshaltung
durch  das  Eindringen  kulturell  tiefer  stehender  Bevölkerungsschichten
gefährdet  wird,  durch  sicherheits-  und  sanitätspolizeiliche  Maßnahmen, ­
  in  neuester  Zeit  aber  auch  schon  durch  förmliche  Schutzzölle
auf  Arbeitskräfte  (Kopftaxen)ft.
Positive  Maßnahmen  des  Arbeitsschutzes  sind  die  Begünstigung
der  Auswanderung,  die  aus  wirtschaftlichen  Gründen  nur  vereinzelt
vorkommt  (z.  B.  bei  den  englischen  Gewerkvereinen,  um  den  inländischen ­
  Arbeitsmarkt  zu  entlasten),  sowie  die  Begünstigung  der
Einwanderung  in  bevölkerungsarnien  Ländern.
Dieses  reichhaltige  Arsenal  von  wirtschastspolitischen  Waffen
gibt  einen  deutlichen  Fingerzeig  dafür,  daß  für  das  Wertproblem
nicht  der  außer  Raum  und  Zeit  gestellte  homo  oeconomicus,
sondern  der  in  der  Volkswirtschaft  wurzelnde  Mensch  in  Betracht
kommt.

1  Giuseppe  Prato,  II  protezionismo  operaio:  1’  eslusione  del
lavoro  straniero.  Torino  1910.